Tag der offenen Tür im Großmarkt Bremen

Besucher schauen hinter die Kulissen

Tausende Besucher haben sich am Sonntag hinter den Kulissen über den Ablauf des Obst-, Gemüse- und Blumengroßhandels beim Großmarkt Bremen informiert.
28.05.2017, 16:27
Lesedauer: 2 Min
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Besucher schauen hinter die Kulissen
Von Antje Stürmann
Besucher schauen hinter die Kulissen

Schauen und kaufen: Pflanzen standen bei den Besuchern des Großmarkts am Sonnabend hoch im Kurs.

Frank Thomas Koch

Tausende Besucher haben sich am Sonntag hinter den Kulissen über den Ablauf des Obst-, Gemüse- und Blumengroßhandels beim Großmarkt Bremen informiert. Zum dritten Mal seit 2003 hatte der Großmarkt in der Bremer Überseestadt zum Tag der offenen Tür geladen.

Einmal in die Welt des Großmarkts eintauchen, diese Chance ließen sich am Sonntag Tausende nicht entgehen. Sie pilgerten in Scharen zum Frischezentrum in die Überseestadt. Die Großmarkt Bremen GmbH hatte unter dem Motto „Frische ohne Grenzen“ zum Tag der offenen Tür eingeladen. In den Hallen und auf dem Gelände präsentierten sich Händler, Vereine und Produzenten.

Hier eine Olive kosten, dort ein Stück Bio-Wassermelone naschen, die Grillwurst vom Galloway-Rind testen oder einen Topf Lavendel für den heimischen Garten kaufen – für Neugierige war der Tag der offenen Tür ein Paradies. „Ich bin erstaunt, wie viele Produkte es hier gibt und dass der Großmarkt so zentral in der Stadt liegt“, sagte Mirko Kramer aus Bremen.

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Elke Lasse faszinierte besonders die Vielfalt der Blumen: „Die bekommt man im Laden nur vereinzelt geboten“, sagte sie. Elke Lasse warf gemeinsam mit Ehemann Oliver und Tochter Leonie einen Blick in die Hallen des Großmarkts, in die sie sonst nicht hinein darf. „Ganz interessant“, lautete das Urteil der Lasses. Am Ende ihres Rundgangs hatte die Familie sogar ein spezielles Gebäck erstanden, das nach ihren Worten so einfach im Einzelhandel nicht zu finden ist. „Jetzt wissen wir, wo wir es in Bremen kaufen können“, freute sich Elke Lasse.

Stellenwert von Bio-Produkten in der Region

Wo sich die Bremer mit Bio-Lebensmitteln versorgen, darüber informierte unter anderem Marina Günther vom Verein Sozial Ökologie. „Wir wollen die Besucher anregen, bewusst einzukaufen“, sagte sie. Günther warb für die Fahrten ihres Vereins zu den Höfen, auf denen Bio-Lebensmittel hergestellt werden. Theodora Plate von der Verbraucherzentrale Bremen klärte am selben Stand über den Zusammenhang zwischen Essen und Klima auf. Auch sie verwies auf regional produzierte Lebensmittel und zeigte auf, wie man im Supermarkt echte Bio-Produkte erkennt.

Welchen Stellenwert Bio in der Region besitzt, das war Thema einer Podiumsdiskussion mit Bremens Bürgermeisterin Karoline Linnert (Grüne). Sie betonte, Bio müsse in Bremen Standard werden. In Schulen und Kindergärten sollen laut Linnert künftig ausschließlich regionale Bio-Produkte angeboten werden. „Schwachstellen sind unsere Kantinen“, bekannte die Bürgermeisterin. Dort wünscht sie sich mehr biologisch erzeugtes Essen. Ein neuer Trend könnte helfen, dieses Ziel zu erreichen: Urban Farming, die Landwirtschaft in der Stadt.

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