Kommentar über knappe Arzneimittel Beunruhigende Lage für Patienten

Patienten sollten möglichst frühzeitig Folgerezepte einreichen, wenn dies möglich ist. Die Lösung der Lieferengpässe ist dies freilich nicht, sie muss auf EU-Ebene angegangen werden, meint Sabine Doll.
30.07.2019, 19:44
Lesedauer: 1 Min
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Beunruhigende Lage für Patienten
Von Sabine Doll

Für Patienten, die auf Medikamente angewiesen sind – ob dauerhaft oder im akuten Fall – ist die Situation alles andere als beruhigend, wenn das vom Arzt verschriebene Mittel nicht verfügbar ist. Apotheker unternehmen in der Regel alles, um schnell ein Ersatzpräparat mit gleichem Wirkstoff zu besorgen. Das ist in den meisten Fällen und bei den gängigen Mitteln auch möglich. In Einzelfällen kann es auch notwendig sein, dass nach Rücksprache mit dem Arzt auf ein Mittel mit einem anderen Wirkstoff ausgewichen werden muss.

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Was Patienten selbst tun können, die dauerhaft auf bestimmte Arzneimittel angewiesen sind: Sie sollten sich möglichst frühzeitig Folgerezepte ausstellen lassen und sie in der Apotheke vorlegen. Dann haben die Apotheker Zeit, das Medikament beim Großhandel oder beim Hersteller anzufragen, wenn es nicht vorrätig ist. Die Lösung der Lieferengpässe, die sich durch den Preisdruck und die Konzentration auf weltweit wenige Hersteller verschärfen, ist das freilich nicht. Diese muss die Politik jetzt schnell angehen, idealerweise auf EU-Ebene. Denn: Auch in den europäischen Nachbarländern werden die Arzneimittel knapp.

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