Kommentar zum Regio-S-Bahn-Betrieb

Bewährung für die Nordwestbahn

Der alte Betreiber des Regio-S-Bahn-Netzes Bremen/Niedersachsen ist auch der neue: die Nordwestbahn. Ob die es in Zukunft besser macht als in der Vergangenheit ? Norbert Holst ist skeptisch.
27.03.2019, 21:05
Lesedauer: 1 Min
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Bewährung für die Nordwestbahn
Von Norbert Holst
Bewährung für die Nordwestbahn

Hauptursache für die vielen Zugausfälle ist der auffallend oft hohe Krankenstand bei den Lokführern.

Carmen Jaspersen/dpa

Die Nordwestbahn bleibt der Betreiber des Regio-S-Bahn-Netzes Bremen/Niedersachsen. Das ist auf den ersten Blick überraschend. Denn die NWB hat sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Immer wieder gab es Klagen über Zugausfälle, Verspätungen und schlechte Kundeninformation. Im Sommer 2018 sah sich der Stadtrat von Osterholz-Scharmbeck sogar genötigt, der NWB einen Blauen Brief zu schicken.

Und in den Jahresberichten der Landesnahverkehrsgesellschaft schneidet das Unternehmen im Vergleich zur Konkurrenz allenfalls durchschnittlich ab. Die NWB hat sich den Zuschlag gesichert, in dem sie spürbare Verbesserungen ab 2022 verspricht. Auf wichtigen Strecken soll der Takt verkürzt werden. Neue Züge sollen die Ausfälle reduzieren, von zusätzlichen Kundenbetreuern ist die Rede.

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Es ist eine Art Bewährung. Ob das Unternehmen die Chance nutzen kann? Zweifel sind angebracht. Hauptursache für die vielen Zugausfälle ist der auffallend oft hohe Krankenstand bei den Lokführern. Dieses Problem hat die NWB seit 2016 nicht in den Griff bekommen. An einem Freitag im vergangenen Februar fielen sogar auf einen Schlag mehr als 20 Züge aus.

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