Bremen vereinbart Ausgleich für Impfungen 3500 Impfdosen für Pendler aus Niedersachsen

Aktuell sind es vor allem Pflegekräfte und medizinisches Personal mit Wohnsitz in Niedersachsen, die in Bremen an ihrer Arbeitsstelle gegen Covid-19 geimpft werden. Die Länder streben einen Ausgleich an.
16.02.2021, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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3500 Impfdosen für Pendler aus Niedersachsen
Von Sabine Doll

Unter bestimmten Voraussetzungen können sich Bremer und Niedersachsen auch im jeweils anderen Bundesland gegen Covid-19 impfen lassen. Dies betrifft aktuell vorwiegend Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen und medizinisches Personal in Krankenhäusern. Sie gehören zur Gruppe mit der höchsten Priorität, in der aktuell geimpft wird. „3500 Impfdosen wurden in der Stadt Bremen bislang an Personen aus Niedersachsen verimpft“, sagt der Sprecher der Bremer Gesundheitsbehörde, Lukas Fuhrmann, dem WESER-KURIER. Diese Zahl könnte sich im weiteren Verlauf der Impfkampagne erhöhen, wenn etwa auch Polizisten, Lehrer oder Erzieher an ihren Arbeitsstellen geimpft werden sollten. „Aktuell sind wir an dem Planungsstand noch nicht angekommen. Wenn die jeweils Betroffenen an der Reihe sind, wird sich das genauer zeigen“, so Fuhrmann.

Unabhängig davon gibt es laut dem Sprecher eine konkrete Absprache zwischen der Staatsrätin im Bremer Gesundheitsressort, Silke Stroth, und ihrem Fachkollegen, Staatssekretär Heiger Scholz. „Es wird einen Ausgleich dazu geben, darin sind wir uns einig. Aktuell sammeln wir die Zahlen der verimpften Dosen. Ist eine Größenordnung erreicht, bei der ein Ausgleich sinnvoll und möglich ist, wird es diesen Ausgleich geben“, so Fuhrmann. Bei kleinen Impfdosenzahlen wie bisher sei das weder notwendig, noch teilweise möglich. Ein Ausgleich von 20 Dosen pro Woche ergebe keinen Sinn.

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Auch in Niedersachsen würden Menschen mit Wohnsitz in Bremen gegen Covid-19 geimpft, allerdings in einem geringeren Umfang. „Dieser spielt für Niedersachsen weniger eine Rolle und kommt für Niedersachsen nicht nur mit Bremen, sondern mit acht anderen Ländern vor“, erläutert der Behördensprecher.

Auch in anderen Bundesländern ist dies Thema, zum Beispiel zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein: Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hatte Anfang Januar die der Stadt zugeteilte Menge an Impfstoff als zu gering kritisiert. Es werde nicht berücksichtigt, dass das Hamburger Gesundheitswesen die gesamte Metropolregion mit rund fünf Millionen Menschen versorge. Insbesondere in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen seien viele Pendler aus den Nachbarländern beschäftigt, die auch in Hamburg geimpft würden. Bei der Zuteilung des Impfstoffs werde die Hansestadt aber nur anhand ihrer Einwohnerzahl berücksichtigt, kritisierte Tschentscher. Ein möglicher Austausch von Impfdosen, falls es erhebliche Unterschiede geben sollte, sei vorgesehen – mögliche Differenzen seien aber bislang nicht ermittelt, sagte kürzlich ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Kiel der Deutschen Presse-Agentur.

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