Kommentar zur Kita-Versorgung

Bitter für Bremen

Zuletzt hat sich Bremen beim Kita-Ausbau ins Zeug gelegt. Umso bitterer, dass immer noch Plätze fehlen - vor allem in Stadtteilen, die ohnehin nicht auf Rosen gebettet sind, schreibt Sara Sundermann.
31.07.2018, 20:12
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Bitter für Bremen
Von Sara Sundermann
Bitter für Bremen
Christina Kuhaupt

Bremen hat in den vergangenen zwei Jahren in großem Stil und oft im Hauruck-Verfahren in Containern Hunderte Kita-Plätze geschaffen. Allein 2017 kamen 1800 Plätze dazu. Umso bitterer ist es, dass trotz allem auch in diesem Jahr wieder Eltern bangen und Kinder zum Start des Kita-Jahres keinen Platz haben. Zwar sollen alle angemeldeten Kinder im Laufe des Kita-Jahres einen Platz bekommen, doch Planungssicherheit für Eltern sieht anders aus.

Lesen Sie auch

Ja, es sind nicht mehr die krassen Zahlen von 2016, als – je nach Zählung – zwischen 600 und 1700 Kindern keinen Platz hatten. Jetzt geht es um rund 300 Plätze. Doch ebenfalls bitter für Bremen ist, dass es noch immer vor allem in Gebieten hakt, die ohnehin nicht auf Rosen gebettet sind: in Bremen-Nord, in Hemelingen, in der Vahr.

Unverständlich bleibt zudem, wie die Bildungsbehörde bei fehlenden Plätzen überhaupt den Überblick behalten und nachsteuern kann, wenn nur alle paar Monate bei den Kitas abgefragt wird, wie viele Kinder unversorgt sind. Die letzten Zahlen dazu datieren von Ende April, die nächsten sollen im Oktober kommen. Das wirkt absurd und unangemessen.

Lesen Sie auch

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+