U 17 des Blumenthaler SV unterliegt dem Brinkumer SV im Länderpokal-Halbfinale mit 2:4 Bitteres Aus für das bessere Team

Blumenthal. Die Erkenntnis klingt abgedroschen, bewahrheitet sich aber immer wieder: Fußball kann höchst ungerecht sein. Das musste auch die U 17 des Blumenthaler SV erfahren. Bis zur 65. Minute lagen die Schützlinge von Trainer Torsten Hennecke gegen den Regionalligisten Brinkumer SV hoch verdient mit 2:1 in Führung, waren dem klassenhöheren Gegner in fast allen Belangen überlegen, verloren das Länderpokal-Halbfinale aber dennoch 2:4.
23.04.2010, 21:20
Lesedauer: 2 Min
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Von Klaus Grunewald

Blumenthal. Die Erkenntnis klingt abgedroschen, bewahrheitet sich aber immer wieder: Fußball kann höchst ungerecht sein. Das musste auch die U 17 des Blumenthaler SV erfahren. Bis zur 65. Minute lagen die Schützlinge von Trainer Torsten Hennecke gegen den Regionalligisten Brinkumer SV hoch verdient mit 2:1 in Führung, waren dem klassenhöheren Gegner in fast allen Belangen überlegen, verloren das Länderpokal-Halbfinale aber dennoch 2:4.

Der Zorn der Spieler und Fans richtete sich nach der spannenden und ansehnlichen Partie auf dem Kunstrasenplatz gegen Schiedsrichter Christian Thiemann vom SV Grohn. Tatsächlich hatte der Unparteiische entscheidenden Einfluss auf den Spielverlauf genommen: In der 54. Minute verweigerte er den Gastgebern einen Elfmeter, weil er das Foul an Ibrahim Al-Zein an die Strafraumgrenze verlegte. Elf Minuten später erkannte er nach einem unübersichtlichen Getümmel im Blumenthaler 16er auf Strafstoß für Brinkum, weil Mandi Zacharias zu Fall gekommen war.

Und zum Entsetzen von Spielern und Trainer Torsten Hennecke zückte Thiemann die Rote Karte gegen Torwart Malte Seemann. Wegen Schiedsrichter-Beleidigung, was Blumenthals Schlussmann nach der Partie heftig bestritt und die Zuschauer auf die Palme brachte. Der Regionalligist behielt in der hektischen Atmosphäre allerdings kühlen Kopf: Olli Knoch, umsichtiger Abwehrdirigent der Gäste, verwandelte zum 2:2.

Ein Ergebnis, das dem Regionalligisten mehr als schmeichelte. Denn bis zum Platzverweis von Malte Seemann - für ihn stellte sich Gökhan Kara zwischen die Pfosten - waren die Blumenthaler ihrem Gegner in punkto Kombinationssicherheit und Schnelligkeit überlegen, hatten auch die besseren Einzelspieler in ihren Reihen. Wie Patrick Chwiendacz, der in der 3. Minute und quasi mit dem Halbzeitpfiff die beiden Treffer für seine Farben markierte. Jeweils nach Vorarbeit des dribbelstarken Maurice Banehr. Dass der Favorit, der große Probleme mit dem kompakten 3:3:3:1-System der Gastgeber hatte, überhaupt im Spiel blieb, verdankte er einem Zufallstreffer von Özar Alkar, dessen Kopfball als Bogenlampe über Malte Seemann hinweg in den Maschen landete.

Auch mit einem Spieler weniger auf dem Platz waren die Gastgeber zunächst das dominierende Team. Doch das Glück blieb den Brinkumern hold. Zehn Minuten vor Schluss hielt Marco Prigge aus halblinker Position einfach einmal drauf, sein Ball passierte Freund und Feind und landete, unhaltbar für Gökhan Kara, im langen Eck. Der Widerstand der Blumenthaler war gebrochen, das vierte Tor des Regionalligisten nach einem Alleingang von Michel Batassi nur noch Formsache.

Brinkums Coach Jurij Yigon hatte eine 'tolle Blumenthaler Truppe' gesehen, die sich aber durch die Rote Karte selbst um die Früchte ihrer Arbeit brachte. Seiner Mannschaft bescheinigte er, in der hektischen Schlussphase clever agiert zu haben. Torsten Hennecke aber sprach aus, was auch die rund 200 Zuschauer gesehen hatten: 'Das Ergebnis stellt den Spielverlauf auf den Kopf. Wir waren das Team mit der besseren Spielanlage. Der Elfmeter mit dem Platzverweis war der Knackpunkt, eine sehr unglückliche Situation.'

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