Heimatverein betreibt Imagepflege und bietet Rundgänge durch den Stadtteil an / Erste Führung am 15. Oktober Blumenthal zu Fuß erleben

Blumenthal. Verfallene Häuser in der Mühlenstraße, leere Geschäfte im Zentrum, BWK-Schließung und sozialer Brennpunkt Lüssum-das ist die Schattenseite von Blumenthal. Doch der Ort hat auch seine Schokoladenseiten. Die wollen Klaus und Jürgen Peters vom Heimatverein Blumenthal jetzt mit Rundgängen ins rechte Licht rücken.
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Von Gabriela keller

Blumenthal. Verfallene Häuser in der Mühlenstraße, leere Geschäfte im Zentrum, BWK-Schließung und sozialer Brennpunkt Lüssum-das ist die Schattenseite von Blumenthal. Doch der Ort hat auch seine Schokoladenseiten. Die wollen Klaus und Jürgen Peters vom Heimatverein Blumenthal jetzt mit Rundgängen ins rechte Licht rücken.

"Blumenthal hat so viele schöne Ecken und sehr viel Historisches zu bieten", meint Klaus Peters. Den Vorsitzenden des Heimatvereins und gebürtigen Blumenthaler wurmt es, dass sein Heimatort in der öffentlichen Wahrnehmung meist schlecht wegkommt. Mit anderen Vorstandsmitgliedern hat er deshalb gebrütet, wie sich das ändern lässt. Das Ergebnis ist das Projekt "gangArt". Rundgänge durch Blumenthal sollen Einheimischen und anderen zeigen, "was Blumenthal liebenswert macht".

Mit der Imagepflege zu Fuß wollen Klaus Peters und sein Cousin Jürgen Peters nicht nur den Ruf des Ortes aufpolieren. Mit den Rundgängen wollen sie auch Nachhilfe in Sachen Heimatkunde geben. "Es gibt Nordbremer, die wissen nicht, dass es in Blumenthal eine Burg gibt", hat Peters erstaunt festgestellt. Von Neubürgern hörte Peters, der auch Vorsitzender des Vereins Haus Blomendal ist, jüngst beim Tag der offenen Tür auf der Burg des Öfteren den Satz: "Blumenthal kenne ich eigentlich noch gar nicht richtig."

Heimatkunde zu Fuß

Die Rundgänge bieten Gelegenheit, Wissenslücken zu füllen. "Wir planen zwei bis drei Führungen im Jahr", sagt Klaus Peters. Zusammen mit seinem Cousin Jürgen Peters wird er die Teilnehmer an die Hand nehmen. Jeder Rundgang wird sich einem Thema widmen.

Der erste startet am Sonnabend, 15. Oktober, um 14 Uhr am Wasserturm in der Mühlenstraße. Im Mittelpunkt steht die geschichtliche Entwicklung Blumenthals, die anhand historischer Bauten dargestellt wird. Vom Wasserturm geht es zur 1936 erbauten Feuerwache. Warum ist der Schillerplatz dreieckig? Die Teilnehmer werden es an Ort und Stelle erfahren. Warum die Friedenseiche viel Unfrieden stiftete, ist bei der nächsten Station auf dem Marktplatz zu hören.

Mit einem Schlenker zum Gelände der 2010 geschlossenen Bremer Woll-Kämmerei wird nicht nur ein wichtiges Kapitel Blumenthaler Industriegeschichte gestreift. Vom 1899 erbauten Amtsgericht geht es zur benachbarten reformierten Kirche und dem alten Turm, der vom Vorgänger-Gotteshaus stehengeblieben ist. Der Rundgang endet nach etwa zweieinhalb Stunden an der Burg Blomendal, die 1354 von den Rittern von Oumünde errichtet wurde.

"Die zweite Führung wird dann im Frühjahr an der Burg starten." Das Ziel des einen Rundgangs soll Ausgangspunkt für den nächsten sein, so sieht es das "gangArt"-Konzept vor. Die Themen der folgenden zwei Führungen stehen schon fest: Klaus und Jürgen Peters werden auf den Spuren von Dichtern und Malern wandeln, außerdem informieren sie über die Siedlungsgeschichte in Blumenthal.

Wer an einer Führung teilnehmen möchte, zahlt drei Euro pro Person. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Rundgänge starten auch bei schlechtem Wetter. Die Initiatoren hoffen natürlich, dass das Projekt des Heimatvereins von der Bevölkerung angenommen wird. "Wir laufen aber auch, wenn nur zwei Interessierte kommen."

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