Schwimmsaison eröffnet

Blumenthaler Bad strahlt in neuem Glanz

Blumenthal. Totgesagte leben länger, besagt ein Sprichwort. Das Freibad Blumenthal muss danach alt werden wie Methusalem. Oft genug drohte der Schwimmstätte in den vergangenen Jahren das Aus. Jetzt ist das Bad wie Phoenix aus der Asche zu neuem Leben auferstanden. Nach achteinhalb Monaten Umbau erstrahlt die Anlage in neuem Glanz.
24.06.2010, 04:42
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Von Gabriela Keller
Blumenthaler Bad strahlt in neuem Glanz

Die Pläne zum Bahnhof in Blumenthal.

Reinhard Jung

Blumenthal. Totgesagte leben länger, besagt ein Sprichwort. Das Freibad Blumenthal muss danach alt werden wie Methusalem. Oft genug drohte der Schwimmstätte in den vergangenen Jahren das Aus. Jetzt ist das Bad wie Phoenix aus der Asche zu neuem Leben auferstanden. Nach achteinhalb Monaten Umbau erstrahlt die Anlage in neuem Glanz. Zur Saisoneröffnung gesten wurde mit Sportsenator Ulrich Mäurer und vielen anderen Gästen gefeiert.

Die Bremer Bäder haben eine Punktlandung hingelegt. 'Wir haben unser Versprechen gehalten, spätestens zu Ferienbeginn das Bad zu öffnen', meinte ein sichtlich glücklicher Dirk Schumaier. Ein bisschen sieht es noch nach Baustelle aus: Wo Rasen grünen soll, ist derzeit nur Erde zu sehen. Trotzdem strahlte der Geschäftsführer der Bädergesellschaft gestern mit der Sonne und dem neuen Schwimmer-Becken aus Edelstahl um die Wette. Die Beckenlandschaft ist kaum wiederzuerkennen. Schwimmer- und Sprungbecken sind jetzt eins. Das große Becken ist mit vier statt bisher acht Bahnen kleiner und mit 1,35 Meter auch nicht mehr so tief, dafür aber feiner geworden. Mit breiter, flacher Treppe und behindertengerechtem Einstieg außerdem komfortabler und barrierefrei.

'Ganz schön', ist Erika Avemargs Eindruck. Die Blumenthalerin gehört zu den ersten Badegästen. Nur das Schwimmer-Becken ist für ihren Geschmack etwas klein ausgefallen: 'Ich hätte mir wenigstens sechs Bahnen gewünscht.' Liz (8) und ihre Schwester Jil (12) aus Meyenburg tollen im Nichtschwimmer-Becken. Auch das ist um die Hälfte geschrumpft. 'Aber immer noch groß genug', findet Liz. Außerdem gibt?s neben der Breitrutsche jede Menge neuer Attraktionen: Schaukelgrotte, Schwallbrause, Wasserkanonen.

Aus Düsen im Beckenrand spritzen Fontänen. Mit den Wasserspielen haben die Bremer Bäder Wünsche von Blumenthaler Kindern und Jugendlichen umgesetzt. 105000 Euro gab?s dafür aus dem Programm 'Soziale Stadt'. Davon wurden auch eine Sandspielwiese, ein Matschtisch und ein Wasser-Spielgarten angelegt. Zwischen Granitsteinen schlängelt sich ein Bächlein mit Siel, Stauwerk und kleinen Wasserfällen. Eckig statt rund, so sieht das neue Kinderplanschbecken aus. Der Delfin ist einer Elefantenrutsche aus Edelstahl gewichen.

Insgesamt rund zwei Millionen Euro hat das Bad-Lifting gekostet. Allein 800000 Euro wurden nach den Worten von Michael Brockmann, technischer Leiter der Bädergesellschaft, dort investiert, wo es die Badbesucher nicht sehen. ' Wasseraufbereitungsanlage und Rohrleitungen sind komplett erneuert worden.' Moderne Technik hat auch bei der Wasserdesinfektion Einzug gehalten: Eine Trockenchloranlage ersetzt das Chlorgas. Geheizt wird im Freibad jetzt mit der Kraft der Sonne. Die neue Solaranlage auf dem Umkleidedach macht?s möglich und spart Betriebskosten. Für die hat der Sportsenator einen Zuschuss von 130000 Euro zugesagt.

'In zukunftsfähige Technik statt in Gebäude zu investieren, war eine richtige und kluge Entscheidung', meinte Ulrich Mäurer gestern. 'Wir setzen mit dieser Investition ein Signal für Kinder, Jugendliche und Familien in einem Stadtteil, der es nicht leicht hat.' Nun seien die Blumenthaler Bürger am Zug. 'Sie müssen diese tolle Anlage jetzt annehmen', forderte der Senator zu regem Besuch auf. Mäurer und der Bäder-Geschäftsführer dankten dem Bad-Förderverein für sein Engagement. Die Bremer Bäder setzen auf die weitere Zusammenarbeit mit dem Verein. 'Ich freue mich mit Ihnen auf die Zukunft hier im Bad. Wir sehen sehr zuversichtlich nach vorne', sagte Schumaier. Der Verein betreibt den Kiosk und organisiert Veranstaltungen. Der erste Termin steht: Am 31. Juli locken Spiele und eine Party mit Live-Musik. Bis dahin grünt auch der Rasen .

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