Geplante Weser-Vertiefung Böhrnsen hofft auf Lösung noch in diesem Jahr

Bremen. Das Bundesland Bremen wird "alles in seiner Macht stehende unternehmen", damit der geplante Ausbau der Außen- und Unterweser "so schnell wie möglich realisiert werden kann". Das zumindest verspricht Bürgermeister Jens Böhrnsen.
03.03.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Böhrnsen hofft auf Lösung noch in diesem Jahr
Von Wigbert Gerling

Bremen. Das Bundesland Bremen wird "alles in seiner Macht stehende unternehmen", damit der geplante Ausbau der Außen- und Unterweser "so schnell wie möglich realisiert werden kann". So heißt es in einem Brief, den Bürgermeister Jens Böhrnsen an Klaus Frerichs geschickt hat, den Präsidenten der Wasser- und Schifffahrtdirektion Nordwest in Aurich. Er hoffe, so der Bremer Regierungschef, dass nach dem Abschluss des Gerichtsverfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig "möglichst noch in diesem Jahr mit der für Bremen und die Wirtschaftsregion Weser so bedeutsamen Maßnahme begonnen werden kann".

Für Bremen geht es unter anderem um die Anfahrt von Schiffen an die Containeranlagen in Bremerhaven. Unter anderem das Wirtschaftsressort hatte mehrfach betont, wie wichtig der Ausbau für den Hafenstandort Bremen sei. Die Handelskammer steht ebenfalls hinter dem Vorhaben: "Wir sind entschieden dafür," betonte am Freitag Jörg Albertzard im Haus Schütting.

Voraussichtlich im Mai, so hieß es am Freitag, sei nun Besuch aus Leipzig zu erwarten. Vertreter des Gerichts wollen versuchen, bei einem Ortstermin mit allen Beteiligten die offenen Fragen zur Weservertiefung zu klären. Böhrnsen spielt in seinem Schreiben auf diesen Termin an und sichert Präsident Frerichs zu, er könne sich auf die Unterstützung des Bundeslandes Bremen verlassen. Falls aus Sicht der Wasser- und Schifffahrtsdirektion bei dem Besuch der Gerichtsvertreter "eine Mitwirkung und Unterstützung" der Hansestadt sinnvoll sein könne, solle Aurich "ein entsprechendes Signal" aussenden.

Im vergangenen Jahr hatte eine "Klagegemeinschaft" der Umweltorganisation BUND eine Anwaltskanzlei beauftragt, beim Bundesverwaltungsgericht Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss für die Vertiefung der Außenweser und auch der Unterweser einzureichen. Zugleich beantragten die Juristen eine "Anordnung der aufschiebenden Wirkung" der Klage, da die Ausbaggerung andernfalls nach Angaben von Behörden bereits Anfang Oktober 2011 hätte beginnen können. Der BUND warnt seit Jahren vor gravierenden Folgen für die Umwelt durch die Vertiefung der Weser.

In der Bremischen Bürgerschaft forderte die Linke den Senat auf, die geplante Vertiefung der Außenweser zu stoppen. Nach Ansicht der Partei reicht die aktuelle Tiefe der Weser von knapp 13 Metern aus, damit alle Schiffe Bremerhaven erreichen können.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+