Personalversammlung im Pier 2

Bogedan will Lehrer unterstützen

Integration von Flüchtlingskindern, Inklusion, wenig Mittel und Personal: Der Unmut bei den Lehrkräften wächst. 2000 Beschäftigte an Schulen waren bei einer Personalversammlung im Pier 2.
18.02.2016, 11:13
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Bogedan will Lehrer unterstützen
Von Sara Sundermann
Bogedan will Lehrer unterstützen

2000 Lehrerinnen und Lehrer im Pier 2.

Frank Thomas Koch

Integration von Flüchtlingskindern, Inklusion, wenig Mittel und Personal: Der Unmut bei den Lehrkräften wächst. 2000 Beschäftigte an Schulen waren bei einer Personalversammlung im Pier 2.

Bildungssenatorin Claudia Bogedan hat angekündigt, sich für mehr Personal an Schulen einzusetzen. „Ich nehme die Sorgen und die Kritik, die bei der Personalversammlung geäußert wurden, sehr ernst“, so die Senatorin. Ein Haushalt für die kommenden beiden Jahre ist in Bremen derzeit noch nicht ausgehandelt, darum wird weiter gerungen. Der Vertretungspool sei bereits auf 55 Stellen aufgestockt worden, nun wolle sie als nächstes den Lehrermangel bekämpfen und zusätzliches Personal für die Integration von Flüchtlingen an Bremer Schulen angehen, so die Senatorin.

Für Bremen gibt es zwei zentrale Herausforderungen: Einerseits als Haushaltsnotlageland mehr Stellen an Schulen zu finanzieren und andererseits diese Stellen auch zu besetzen – in Zeiten, in denen in vielen Bundesländern mehr Lehrer einstellen wollen. „Wir haben deshalb mehr Referendare eingestellt, als eigentlich Plätze da sind“, sagte Bogedan. „Und wir wollen Referendaren schnell Zusagen geben, das sie hier weiterarbeiten können, das mache ich gerne auch persönlich.“ Immer wieder wandern Lehrkräfte nach Niedersachsen ab, weil sie dort besser bezahlt werden und die Ausstattung der Schulen häufig besser ist.

Der Personalrat Schulen fordert 200 zusätzliche Stellen – über die zugesagten 200 neuen Lehrerstellen hinaus. 92 der zugesagten 200 Stellen sind bereits besetzt, bei 80 der restlichen Stellen ist die Finanzierung noch nicht gesichert.

Schulleiter hatten zudem öffentlich Kritik an Politik und Bildungsbehörde geübt und mehr Zeit gefordert, um Schulen unter derzeit schwierigen Bedingungen zu leiten. Davor gab es bereits einen Brandbrief mehrerer Schulleitungen im Bremer Westen zu den Bedingungen, unter denen die Inklusion umgesetzt werden soll.

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