45 Jahre Partnerschaft Bovenschulte: Bremen und Danzig sind bis heute Brückenbauer

Bremens Bürgermeister Bovenschulte hat am Montag bei einem Festakt in Danzig zum 45-jährigen Bestehen der Partnerschaft beider Städte deren Rolle als "Brückenbauer" zwischen West und Ost gewürdigt.
04.10.2021, 21:24
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Von rab

Mit einem Festakt ist am Montag in Danzig das 45-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft mit Bremen gefeiert worden. Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte würdigte dabei die "Intensität und Qualität" dieser Verbindung. 

Bovenschulte ging in seiner Ansprache auf die besonderen Rahmenbedingungen ein, unter denen die Partnerschaft zustande gekommen sei. "Als Bürgermeister Hans Koschnick und sein Danziger Kollege Stadtpräsident Andrzej Kaznowski 1976 den Vertrag unterzeichneten, waren Bremen und Danzig die ersten beiden Städte, die über den Eisernen Vorhang hinweg eine Städtepartnerschaft zwischen einer westdeutschen und einer polnischen Stadt geschlossen haben." Dass diese Partnerschaft seitdem Bestand habe, zeige ihre Bedeutung und wie wichtig "die Rolle der Städte und ihrer Zusammenarbeit über Grenzen hinweg für die Sicherung des Friedens in Europa und die Bewahrung der Demokratie war und ist", so Bovenschulte.

Bremen und Danzig betätigten sich bis heute als Brückenbauer: "Wir leisten einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung und zur Weiterentwicklung der europäischen Idee, zur Rechtsstaatlichkeit und Demokratie." Das auch in Europa zu beobachtende Erstarken autoritärer Strömungen, die die Gewaltenteilung und die Bindung der Staatsgewalt an die Grund- und Menschenrechte bedrohen wie auch die Unabhängigkeit der Justiz, müsse gemeinsam bekämpft werden.

Bovenschulte erinnerte dabei an die zentrale Rolle, die Danzig bei der Demokratisierung Polens gespielt hat. Dort habe der demokratische Wandel Polens durch die Solidarno??-Bewegung in den 1980er Jahren seinen Anfang genommen.

Im Laufe des Tages hatte Bovenschulte zuvor in Danzig eine Reihe politischer Gespräche unter anderem mit Stadtpräsidentin Aleksandra Dulkiewicz und dem Marschall der Woiwodschaft, Mieczyslaw Struk geführt. Zudem stattete er dem Grab von Pawel Adamowicz einen Besuch ab – der damalige Stadtpräsident Danzigs war 2019 Opfer eines Anschlages geworden.

Der Festakt in der Baltischen Philharmonie wurde musikalisch von der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen gestaltet.

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