Perspektiven einer Region Bovenschulte setzt auf kommunale Kooperation

SPD-Bürgerschaftskandidat Andreas Bovenschulte setzt bei den Herausforderungen im Wohnungsbau und der Verkehrsanbindung auf kommunale Kooperation.
14.03.2019, 21:22
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Von Kornelia Hattermann

Geht es Bremen gut, geht es der Region gut, und geht es der Region gut, geht es Bremen gut. Mit dieser Formel beantwortet der in der Hansestadt wohnende Andreas Bovenschulte (SPD) die Frage, wem eine kommunale Kooperation nützt. Nicht als SPD-Bürgerschaftskandidat und nicht als Bürgermeister der Gemeinde Weyhe hält der 53-Jährige seinen Vortrag, sondern als Vorstandsvorsitzender des Kommunalverbunds Niedersachsen/Bremen spricht er im DGB-Haus vor den Besuchern der Uni der 3. Generation über die „Perspektiven einer Region“.

Unter der Überschrift „Bremen und seine Nachbarn – Arroganz und Augenhöhe“ erinnert Bovenschulte an die wechselvolle Geschichte der Beziehungen zwischen Bremen und dem Umland – ein Begriff, den man in den niedersächsischen Gemeinden nicht gerne hören würde –, die heute einen einheitliche Lebensraum darstellten. Und in dem der Kommunalverbund Niedersachsen/Bremen, ein Verein, dem 28 Städte und Gemeinden angehörten, moderieren und die ein oder andere Win-win-Situation erreichen könne.

Gründungsaufgabe für den Kommunalverbund sei der Kernbereich Einzelhandel gewesen, um Nachteile durch Ansiedlungen gar nicht erst entstehen zu lassen. Heute gehe es darum, gemeinsam das Wachstum organisiert zu bekommen, wie Bovenschulte einen anderen Bürgermeister zitiert. Beispielsweise brauche man eine gemeinsame regionale Wohnungsbaustrategie. Zurzeit fehlen laut Bovenschulte 36 000 Wohnungen in der Region, bezahlbaren Wohnraum sehe er als gemeinsame Verantwortung der Region. Und auch den sozialen Wohnungsbau dürfe man nicht nur von Bremen fordern. Die Gemeinde Weyhe habe jetzt im Rat eine 20-Prozentquote für Sozialwohnungen bei Neubauprojekten beschlossen. Einstimmig, nach vielen Diskussionen.

Den Schlüssel zu einer gut vernetzten Region sieht der Kommunalverbundvorsitzende in einer guten verkehrlichen Erreichbarkeit. Nicht nur wegen der steigenden Zahl an Aus- und Einpendlern. „Wir brauchen eine bessere Anbindung im öffentlichen Personen-Nahverkehr und im Radverkehr.“ Die Verkehrswende sei im Interesse aller, auch der Autofahrer.

Der Kommunalverbund könne nichts beschließen und ganz sicher nicht alle Unterschiede aufheben und Probleme lösen, aber das Zusammenwachsen der Region mitgestalten, betont Andreas Bovenschulte. Bremen und seine Nachbarn seien jeder für sich allein zu klein, um im europäischen Wettbewerb bestehen zu können.

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