Kommentar zum Rennbahn-Vorstoß Bovenschultes Anfängerfehler

Könnte auf der ehemaligen Bremer Galopprennbahn in ferner Zukunft doch gebaut werden? Bürgermeister Andreas Bovenschulte hat darüber laut nachgedacht. Das war unklug, meint Jürgen Theiner.
09.09.2019, 21:49
Lesedauer: 1 Min
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Bovenschultes Anfängerfehler
Von Jürgen Theiner

Die frühere Galopprennbahn in He­melingen ist politisch vermintes Gelän­de. Dass schon die leichteste Berührung reicht, um die Sprengsätze hochgehen zu lassen, hat Bürgermeister Andreas Bovenschulte nun schmerzhaft erfahren. Seine per Interview ausgedrückte Hoffnung, langfristig doch noch Teile des Areals für Wohnungsbau nutzen zu können, treibt die Aktivisten des Volksentscheids auf die Zinne.

Das war absehbar. Denn für den Umgang mit dem Rennbahn-Gelände gibt es einen klar verabredeten Fahrplan. An einem Runden Tisch mit örtlichen Akteuren, Stadtteilpolitik und Behördenvertretern sollen die Optionen für die Zukunft des Geländes erörtert werden. Dabei geht es nicht zuletzt darum, ver­loren gegangenes Vertrauen der Bürger in Planungsprozesse zurückzugewinnen. Wer aber schon vor der ersten Sitzung wieder über Bebauung sinniert, nährt den Verdacht, den Volksentscheid vom 26. Mai nicht wirklich ernst genommen zu haben. Das belastet die Bemühungen der Baubehörde, an den Dialog mit den Initia­toren des Volksentscheids wieder anzuknüpfen – ein Anfängerfehler des neuen Rathauschefs.

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