Friesenstraße Brandanschlag auf Jugendzentrum: Anklage gegen drei Männer erhoben

Im Februar 2020 kam es während eines Konzerts zu einem Brandanschlag auf das Jugendzentrum Friesenstraße. Bereits im Juli dieses Jahres wurde in diesem Fall Anklage gegen drei Männer erhoben.
12.09.2022, 15:53
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Brandanschlag auf Jugendzentrum: Anklage gegen drei Männer erhoben
Von Fabian Dombrowski

Im Fall des Brandanschlags auf das Jugendzentrum Friesenstraße im Februar 2020 wurde bereits im Juli Anklage gegen drei Männer erhoben. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Bremen dem WESER-KURIER. Zuerst hatte das linke Portal "Indymedia" darüber berichtet.

Die Bremer Innenbehörde zeigt sich über den Ermittlungserfolg "erleichtert", wie Sprecherin Rose Gerdts-Schiffler auf Nachfrage mitteilt. Dem vorausgegangen sei eine "monatelange Ermittlungsarbeit mit großem Aufwand". So gehörten laut der Behördensprecherin Funkzellenauswertungen, Telekommunikations-Überwachungen, Wohnungsdurchsuchungen und Observationen zu den angewandten Maßnahmen.

Die drei Tatverdächtigen im Alter von 27, 33 und 38 Jahren sind angeklagt wegen Brandstiftung und Körperverletzung. Sie sollen laut Innenbehörde allesamt Kontakte in die rechtsextremistische Szene haben, etwa zur sogenannten "Gruppe 11". Bereits im September vergangenen Jahres hatte die Polizei Autos und Wohnungen der drei Männer durchsucht.

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Während eines Konzerts war es in der Nacht vom 15. auf den 16. Februar 2020 im Jugendzentrum Friese im Bremer Steintorviertel zu zwei Bränden gekommen. Bei dem ersten Brand soll es sich laut Behörde um Brandstiftung handeln; Ursache für den zweiten Brand sei ein nicht gelöschtes Glutnest gewesen.

Verletzt wurde in jener Nacht niemand; mehrere Personen erlitten aber Rauchvergiftungen. Es entstand ein Sachschaden von rund 200.000 Euro. Nach dem Brand waren Aufkleber mit rechtsradikalen Inhalten in dem Jugendzentrum gefunden worden.

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