Kommentar über Berufsperspektiven

Bremen aus dem Mittelfeld an die Spitze führen

Immer mehr Absolventen entscheiden sich, in Bremen zu bleiben. Trotzdem verliert Bremen Fachkräfte. Um das zu ändern, müssen Perspektiven über Chancen am Arbeitsmarkt hinausgehen, findet Lisa-Maria Röhling.
31.03.2019, 21:31
Lesedauer: 1 Min
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Bremen aus dem Mittelfeld an die Spitze führen
Von Lisa-Maria Röhling
Bremen aus dem Mittelfeld an die Spitze führen

Es ist gut, dass Bremer Absolventen deutschlandweit Jobchancen haben.

Waltraud Grubitzsch/dpa

Endlich im Mittelfeld, endlich nicht Schlusslicht. Das passiert Bremen zu selten. Auch wenn immer noch mehr Hochschulabsolventen Bremen verlassen als zuwandern: Wenn sich Jahr für Jahr immer mehr von ihnen entscheiden, nach ihrem Abschluss hier zu arbeiten, ist das ein begrüßenswerter Aufwärtstrend. Doch dass Bremen nach Angaben des Wissenschaftsressorts weit über den eigenen Bedarf ausbildet, verdirbt die Freude.

Es ist gut, dass Bremer Absolventen deutschlandweit Jobchancen haben. Das zeigt, wie überflüssig Diskussionen über den Wert der hiesigen Abschlüsse sind. Aber Ausbildungen müssen Perspektiven bieten. Das gilt für den Handwerkslehrling genauso wie für den Hochschulabsolventen. Das heißt für die Unternehmen: Das vorhandene, hier gewachsene Fachwissen müssen sie an sich binden.

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Wenn ein starker Technikstandort seine Fachkräfte nicht halten kann und noch weniger Fachkräfte anlockt, ist auch die Politik in der Pflicht. Chancen für junge Menschen hängen auch an der Zahl der Kita-Plätze, der Infrastruktur, dem Wohnungsmarkt. Diese Perspektiven zu eröffnen, könnte Bremen aus dem Mittelfeld an die Spitze führen.

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