Künstlerpaar Maija Jakovica und Valery Bayda stellen ihre Werke in Kassenärztlicher Vereinigung aus Bremen aus lettischer Perspektive

Nach mehreren Ausstellungen abstrakter Werke sind nun Werke gegenständlicher Malerei unter dem Titel „Lichtzeichen“ im Treppenhaus der Kassenärztlichen Vereinigung in der Schwachhauser Heerstraße zu sehen. Das lettische Künstlerpaar Maija Jakovica und Valery Bayda zeigt noch bis in den Sommer 60 Werke in Öl, Aquarell oder Zeichnungen. Dabei haben die beiden Künstler auch Ansichten aus Bremen auf die Leinwand gebannt.
15.05.2014, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Renate Schwanebeck

Nach mehreren Ausstellungen abstrakter Werke sind nun Werke gegenständlicher Malerei unter dem Titel „Lichtzeichen“ im Treppenhaus der Kassenärztlichen Vereinigung in der Schwachhauser Heerstraße zu sehen. Das lettische Künstlerpaar Maija Jakovica und Valery Bayda zeigt noch bis in den Sommer 60 Werke in Öl, Aquarell oder Zeichnungen. Dabei haben die beiden Künstler auch Ansichten aus Bremen auf die Leinwand gebannt.

Seit Mittwoch wird jeder, der das Haus der Kassenärztlichen Vereinigung in der Schwachhauser Heerstraße 26 - 28 betritt, von vielen bunten Blumensträußen empfangen. Aber auch von malerischen Aussichten auf die Schlachte sowie von verschiedenen markanten Orten im Bürgerpark oder von alten bremischen Straßen.

Wer da meint, hier sei ein Bremer Künstler am Werk, der irrt. Es sind Gäste aus Lettland, die hier im Rahmen eines Künstleraustausches gearbeitet haben. Und das kam so: Brigitte Tüttelmann aus Weyhe, selbst Malerin, hatte 2012 eine Ausstellung im Hause der Kassenärztlichen Vereinigung. Im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen dem niedersächsischen Weyhe und dem lettischen Modena kam dabei auch das lettische Künstlerpaar Maija Jakovica und Valery Bayda in den schönen Lichthof in der Bremer Kassenärztlichen Vereinigung.

Begeistert vom Treppenhaus

Brigitte Tüttelmann, die auch die Laudatio zur Ausstellungseröffnung hielt: „Sie waren beide 2012 hier und sehr begeistert vom Treppenhaus und von dem tollen Licht, das wirklich einmalig in Bremen ist.“ Und jetzt können die beiden Maler selbst ihre Bilder in der Ausstellung „Lichtzeichen“ in diesen Räumen zeigen. Unter anderem eben auch jene Bilder, die sie während ihres Aufenthaltes 2012 hier angefertigt haben.

Insgesamt 60 Bilder in Öl- oder Aquarellmalerei sowie als Zeichnungen sind noch bis zum 22. August in der Schwachhauser Heerstraße zu sehen. Die Künstler haben beide in Moskau studiert und sind geprägt von der russischen Malereischule. Maija Jakovica hat sich zunächst dem Film gewidmet, bevor sie zur Malerei kam. Beide sind heute in Lettland ziemlich bekannt, wie Brigitte Tüttelmann berichtet. Und sie glaube, sagte die Laudatorin im Gespräch vorab voller Bewunderung für das Malerpaar, dass es auch hier nicht viele gebe, die so versiert seien wie die beiden.

Beide haben in der Ausstellung oft die gleichen Themen behandelt. Blumen zum Beispiel. Ob edel im Strauß, ob Mittsommerkranz, ob Flieder oder ob Rittersporn im Beet – Blumen sind ein wichtiges Thema in der Ausstellung. Während Maija Jakovica meist hellere, gerne pastellig wirkende Farben vor lichtem Hintergrund wählt, verarbeitet Valery Bayda meist dunklere, sehr kräftige Farbtöne.

Bilder aus dem Bürgerpark

Bayda lässt die Blütenblätter in besonders schöner Weise das Licht reflektieren und in

den Raum abgeben. Eine, nein, zwei wirklich sehenswerte Arten, das Licht einzufangen, zu malen und erneut ausstrahlen zu lassen.

Sehr schön und ansprechend sind auch die Bilder aus dem Bürgerpark sowie Seerosen-Werke. Insbesondere das Bild mit der Nummer 14 von Valery Bayda, „Seerosenteich II“ fasziniert den Betrachter durch beeindruckende Lichtreflexionen.

Aber auch die Sicht der beiden Künstler auf die Schlachte, bei Tag oder bei Nacht, fängt schöne Seiten der Hansestadt sehr stimmungsvoll ein. Die Bilder vom Wall oder der liebevolle Blick in die Elsasser Straße lassen im ersten Moment fast schon an die Impressionisten denken und zeichnen ein heimeliges Bild von der Hansestadt.

Und so brachte das Zitat von Maurice Dennis, das Brigitte Tüttelmann in ihrer Laudatio vortrug, der Hansestadt wie auch ihren lettischen Gästen gleichermaßen Wertschätzung entgegen: „… dass die Kunst die Schöpfung unseres Geistes sei, zu der die Natur nur die Gelegenheit gegeben habe.“

Die Ausstellung von Maija Jakovica und Valery Bayda ist noch bis zum 22. August in der Kassenärztlichen Vereinigung zu sehen. Die Räume sind von montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr geöffnet, freitags von 8 bis 14 Uhr.

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