Konzept für Impfstoff-Freigabe Bremen bereitet sich auf baldige Impfung für Jugendliche vor

Auch im Land Bremen können sich Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf bis 17 Jahren noch nicht impfen lassen. Für den Fall einer Freigabe will man aber gerüstet sein - ein Konzept ist in der Entwicklung.
25.05.2021, 17:55
Lesedauer: 2 Min
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Bremen bereitet sich auf baldige Impfung für Jugendliche vor
Von Malte Bürger

Noch immer ist nicht klar, wann Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren geimpft werden können. Der Grund ist einfach: Für diese Gruppe ist bislang noch kein Impfstoff zugelassen. Doch das könnte sich demnächst ändern, die Firma Biontech hat eine Zulassung für spätestens Anfang Juni angekündigt. Auch Moderna will für seinen Impfstoff Anfang Juni eine weltweite Zulassung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren beantragen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Das Land Niedersachsen hatte am Dienstag bereits ein Konzept vorgelegt, mit dem allen rund 450.000 Schülern ein Angebot zur Immunisierung ermöglicht werden soll - inklusive Erstimpfung noch vor den Sommerferien.

Wenig später zog auch das Land Bremen nach. So teilte der Senat mit, dass man sich auch für den Fall der Zulassung eines Impfstoffs präpariere. "Auch wenn es in dem gesamten Prozess noch einige ungeklärte Fragen gibt, wollen wir gut vorbereitet sein", sagte Gesundheitssenatorin Claudio Bernhard. "Noch ist nicht klar, wann eine Zulassung des Impfstoffs für Jugendliche erfolgt, wie sich die STIKO verhält und wann der Bund wie viel Impfstoff zur Verfügung stellt. In Bremen machen wir aber unsere Hausaufgaben, bereiten uns vor und sind bereit, sobald der Bund liefert." Nähere Details soll es zeitnah geben. "Wir werden das Konzept in den kommenden Tagen weiter konkretisieren, erwarten aber gleichzeitig, dass das Bundesgesundheitsministerium ausreichend zusätzlichen Impfstoff zur Verfügung stellt", sagte Bernhard.

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In der Stadtgemeinde Bremen gehören rund 30.000 Menschen zur betroffenen Altersgruppe, in Bremerhaven sind es etwa 6600. Nach derzeitigem Stand soll die Impfung in drei Bereiche aufgeteilt werden. Den Großteil sollen die Impfzentren übernehmen, teilte das Gesundheitsressort mit. Darüber hinaus soll es Kapazitäten bei Kinder- und Jugendärzten sowie mobile Impfangebote geben. Alle Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren sollen nach der Zulassung des Impfstoffs per Post über die Impfmöglichkeit informiert werden. "Darüber hinaus wird es mit einem Impfmobil an 14 Standorten in Bremen Impfangebote geben, die entweder an Schulen, Jugendfreizeitheimen oder anderen Orten Impfungen anbieten werden", heißt es in einer Pressemitteilung. 

"Es ist wichtig, dass alle Zwölf- bis 17-Jährigen ein Impfangebot bekommen. Das ist die Fortführung der umfassenden Test- und Impfstrategie des Senats auch in Schulen. Dafür müssen Familien adressatengerecht angesprochen werden", sagte Claudia Bogedan, Senatorin für Kinder und Bildung. "Ich bin froh und dankbar, dass unsere Schulen bereit sind diesen Prozess zu unterstützen. Auch wenn die Beschäftigten keinesfalls medizinische Beratungen übernehmen können. Es ist gut, dass Impfangebot auch zu den Schülerinnen und Schülern zu bringen. So können wir alle, die sich impfen lassen wollen, auch wirklich erreichen."

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