Abkehr von Sieben-Tage-Inzidenz? Bovenschulte wünscht sich neuen Richtwert

Bislang ist die Sieben-Tage-Inzidenz ein zentraler Faktor, wenn es um die Beurteilung der Lage in der Corona-Pandemie geht. Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte fordert nun ein Umdenken.
07.08.2021, 13:32
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Bovenschulte wünscht sich neuen Richtwert
Von Malte Bürger

Am kommenden Dienstag besprechen die Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel das weitere Vorgehen während der Corona-Pandemie. Bereits im Vorfeld hat sich Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte für eine Abkehr von der Sieben-Tage-Inzidenz als zentrale Richtmarke stark gemacht. „Wir brauchen einen neuen Wert, der das aktuelle Infektionsgeschehen beschreibt und Inzidenz und Impfquote nachvollziehbar miteinander ins Verhältnis setzt“, sagte der SPD-Politiker der „Welt“. Aufgrund der Impfungen sei es mittlerweile deutlich unwahrscheinlicher, sich anzustecken oder zu erkranken, meinte Bovenschulte und ergänzte mit Blick auf die anstehenden Bund-Länder-Beratungen: „Das muss in möglichen neuen Corona-Regeln zum Ausdruck kommen.“

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Unterstützung erhält der Bremer Regierungschef von seinem Kollegen aus Niedersachsen. Der dortige Ministerpräsident Stephan Weil rief Bund und Länder im Gespräch mit der "Welt" dazu auf, sich am Dienstag „zwingend gemeinsam auf neue Parameter für die Bewertung der Gefährdungslage verständigen“. Auch gemeinsame Kriterien für den Umgang mit Geimpften, Genesenen und Getesteten seien nötig, sagte er. Dazu sollte auch gehören, dass Ungeimpfte ab einem noch festzulegenden Zeitpunkt im Herbst ihre Tests selbst bezahlen müssen - mit Ausnahme derer, die etwa aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können. (mit dpa)

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