Nach Skandal um Mieterdaten Brebau akzeptiert Millionen-Geldbuße

Die Landesbeauftragte für Datenschutz hatte der Brebau nach dem Datenskandal 1,9 Millionen Euro Geldbuße auferlegt. Die Summe will das Unternehmen nun zahlen.
17.03.2022, 15:45
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Brebau akzeptiert Millionen-Geldbuße
Von Nina Willborn

Knapp zwei Millionen Euro hatte die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit als Geldbuße für die Brebau nach dem Skandal um Daten von Mietinteressenten verhängt. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft hat nun angekündigt, diese Strafe zu akzeptieren und das Geld zu zahlen.

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"Als großer Vermieter in Bremen nehmen wir eine besondere Verantwortung gegenüber unseren Bewohnern und Bewohnerinnen in den Stadteilen, der Öffentlichkeit sowie der öffentlichen Hand wahr", teilte Geschäftsführer Bernd Botzenhardt auf Nachfrage des WESER-KURIER mit. Zuerst hatte Radio Bremen berichtet. Botzenhardt weiter: "Auch im Sinne dieser Verantwortung haben sich die Gremien der Brebau entschlossen, das Verfahren nicht zu betreiben."

Wie im Mai 2021 bekannt worden war, hatte die Brebau jahrelang Daten wie Hautfarbe, ethnische Herkunft oder die religiöse Zugehörigkeit von Interessenten für Wohnungen gespeichert – und damit gegen die Datenschutzgrundverordnung verstoßen. Der Vorwurf, dass hinter den Speicherungen ein rassistisches System steckte, war durch einen Sonderermittlungsbericht entkräftet worden.

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