Zum Schutz heimischer Arten

Bremen erlaubt Jagd auf Nutria, Marderhund, Waschbär und Nilgans

Um heimische Arten zu Schützen, dürfen in Bremen zukünftig Nutrias, Waschbären, Marderhunde und Nilgänse gejagt werden.
05.06.2019, 12:29
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Bremen erlaubt Jagd auf Nutria, Marderhund, Waschbär und Nilgans

Steht zukünftig auf der Abschussliste in Bremen: der Waschbär

Fredrik von Erichsen/dpa

Zum Schutz von heimischen Arten und Lebensräumen können Nutria, Marderhund, Waschbär und Nilgans in Bremen künftig gejagt werden. Eine entsprechende Verordnung werde am Freitag (7. Juni) in Kraft gesetzt, teilte der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr am Mittwoch mit. Die ursprünglich aus Südamerika stammenden Biberratten stellten eine große Gefahr für den Hochwasserschutz dar, hieß es. Nutrias unterwühlten Deiche und könnten so ihre Stabilität gefährden. Vor allem in den geschützten Natura-2000-Gebieten im Blockland und an der Wümme haben sich die Biberraten ausgebreitet und gefährden unter anderem die Bestände der auf der Roten Liste stehenden Malermuschel sowie der Große Teichmuschel. Da sich trächtige oder säugende Tiere kaum von Männchen unterscheiden lassen, werde der Elterntierschutz aufgehoben.

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Nutria, Jungwaschbären und Jungmarderhunde dürfen mit Änderung der Jagdzeitenverordnung ganzjährig, Waschbären vom 16. Juli bis 31. März, Marderhunde vom 1. September bis 28. Februar und Nilgänse vom 1. August bis 15. Januar bejagt werden. Bremen folgt damit seinem Nachbarland Niedersachsen, das diese Regeln bereits vor kurzem eingeführt hat. (sei/dpa)

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