Eskalation in Findorff Festnahme bei Impfgegner-Demo

Die Auseinandersetzungen vom Sonnabend zwischen Impfgegnern aus der Querdenker-Szene und Gegendemonstranten setzten sich am Sonntagnachmittag auf dem Findorff-Markt fort.
19.12.2021, 19:04
Lesedauer: 1 Min
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Festnahme bei Impfgegner-Demo
Von Joerg Helge Wagner

In Findorff kam es am Sonntagnachmittag erneut zu teils gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Impfgegnern – mutmaßlich aus der Querdenker-Szene – und Gegendemonstranten. Die Polizei musste zu einem größeren Einsatz anrücken. 

Gegen 15.15 Uhr wurden ihr etwa 100 Personen in der Herbststraße gemeldet, die ein Transparent mit der Parole "Friede, Freiheit, keine Diktatur" mitführten. Wie die Polizei mitteilte, hätten die Einsatzkräfte kurz darauf den Bereich abgesichert und die Gruppe mehrfach per Lautsprecherdurchsage aufgefordert, einen Versammlungsleiter zu benennen. Als dies nicht geschah, seien die Personen erneut aufgefordert worden, den Bereich um den Findorff-Markt zu verlassen. Daraufhin entfernten sich die Impfgegner in Kleingruppen. Vereinzelt wurden Platzverweise ausgesprochen, unter anderem wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln.

Inzwischen waren auch Gegner der Impfkritiker im Stadtteil unterwegs. Zwischenzeitlich standen nach Polizeiangaben etwa 40 Personen auf der Neukirchstraße und skandierten unter anderem "Alerta Alerta Antifascista". Linke Gruppierungen hatten in sozialen Medien dazu aufgerufen, nach Findorff zu kommen. Eine Person aus der gegnerischen Gruppe wurde in Polizeigewahrsam genommen, weil sie auch nach mehrfacher Aufforderung einen Platzverweis nicht befolgte. Nach Angaben der Polizei habe sie versucht, einen Polizisten umzureißen. Laut Einsatzzentrale gab es Anzeigen wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz gegen beide Gruppierungen, zudem eine Anzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

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