Biergärten als Alternative Freimarkt findet ohne Großzelte statt

Bayernzelt, Königsalm und Hansezelt werden in diesem Jahr auf dem Freimarkt fehlen – die Betreiber verzichten angesichts der Corona-Auflagen. Stattdessen soll es drei große Biergärten geben.
06.09.2021, 15:20
Lesedauer: 2 Min
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Freimarkt findet ohne Großzelte statt
Von Felix Wendler

Freimarktbesucher müssen in diesem Jahr auf die beliebten Großzelte verzichten. Die Betreiber des Hansezelts, der Königsalm und des Bayernzelts haben ihre Bewerbungen angesichts der Corona-Auflagen zurückgezogen. Das teilte die Wirtschaftsbehörde von Senatorin Kristina Vogt (Linke) am Montag mit. Als Alternative sollen auf den freigewordenen Flächen drei große Biergärten errichtet werden. Der Plan sehe vor, diese teilweise zu überdachen. Als einziges größeres Zelt wird das Riverboat während der Veranstaltung vom 15. bis 31. Oktober seine Türen öffnen. 

Ausschlaggebend für den Rückzug der Zeltbetreiber seien das Sing- und Tanzverbot in geschlossenen Räumen sowie die Reduzierung der Besucherzahl gewesen, so die Behörde. "Das Singen und Tanzen zur Musik der Livebands hat die besondere Atmosphäre in den Zelten ausgemacht", heißt es in der Mitteilung. Zudem seien die Kosten für Auf- und Abbau der Zelte so hoch, dass ein Betrieb unter diesen Umständen nicht wirtschaftlich wäre.

Wer die Biergärten auf dem Freimarkt betreiben wird, ist Rudolf Robrahn zufolge noch unklar. Der Vorsitzende des Bremer Schaustellerverbandes sagt: "Ein Vorrecht für die Zeltbetreiber gibt es meines Wissens nach nicht." Es laufe eine neue Ausschreibung, an der sich auch andere Bewerber beteiligen könnten. Die Betreiber der großen Zelte seien allerdings durchaus daran interessiert, an der Biergarten-Lösung mitzuwirken. "Aber natürlich prüfen sie auch jeden Einschnitt", sagt Robrahn. Dabei gehe es neben Fragen der Kapazitäten immer auch um den wirtschaftlichen Aspekt. "Es kann sich keiner erlauben, da falsch zu kalkulieren", so der Verbandsvorsitzende.

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Grundsätzlich hätte er sich über Großzelte auf dem Freimarkt gefreut, da sie ein wichtiger Schritt in Richtung Normalität gewesen wären. Irgendwann, sagt Robrahn, müsse man ja schließlich ein Zeichen setzen. Anderseits stellt er klar: "Niemand will seine Gäste einem Risiko aussetzen." Allerdings seien die Unterschiede in der Handhabung nicht immer ganz verständlich. "Es hätte möglicherweise Lösungen gegeben, mit denen die Gesundheitsbehörde und die Zeltbetreiber gleichermaßen glücklich gewesen wären", sagt Robrahn. Er drängt jetzt darauf, schnell Klarheit über das endgültige Konzept zu schaffen. Schließlich sei nicht mehr viel Zeit, und die Schausteller müssten mit ihren konkreten Planungen beginnen.

Dieser Artikel wurde um 17:15 Uhr aktualisiert.

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