Auch in Bremen Großeinsatz der Polizei gegen Einbrüche in Norddeutschland

Die Polizei in Norddeutschland ist am Donnerstag mit einem Großaufgebot gegen Einbrüche und Autodiebstahl vorgegangen - 541 Personen wurden in Bremen kontrolliert.
26.11.2021, 08:40
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Von dpa

Mit einem länderübergreifenden Einsatz sind Bundespolizei und die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen gegen Einbrüche und Diebstahl von reisenden Tätergruppen vorgegangen. Ziel des Einsatzes am Donnerstag sei besonders der Kampf gegen Wohnungseinbrüche und Autodiebstahl, die den größten wirtschaftlichen Schaden verursachten, teilte die Polizei in Lüneburg am Freitag mit. Außerdem treffe die Opfer das Eindringen in den privaten Lebensbereich schwer und beeinträchtige das subjektive Sicherheitsgefühl. Im Gebiet der Polizeidirektion Lüneburg seien 679 Fahrzeuge und 935 Personen überprüft worden.

In Bremen wurden 442 Fahrzeuge kontrolliert

Die Polizei Bremen kontrollierte insgesamt 442 Fahrzeuge und 541 Personen. Es wurden diverse Strafanzeigen unter anderem wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Urkundenfälschung und Steuervergehen gefertigt. Dazu ahndeten die Einsatzkräfte 56 Ordnungswidrigkeiten wegen Verkehrsverstößen. Weiter wurden fünf Blutentnahmen wegen Fahrens unter Drogeneinfluss durchgeführt. In Delmenhorst wurden insgesamt 270 Fahrzeuge und 385 Personen kontrolliert. 

Die Beamten im Landkreis Rotenburg richteten ihre Aufmerksamkeit verstärkt auf Bereiche entlang der Hansalinie A1, behielten aber auch in Rotenburg, Zeven und Bremervörde und den dazugehörigen Gemeinden Wohngebiete im Blick. Im Rahmen dieser Kontrollen wurden 35 verdächtige Fahrzeuge gestoppt und deren Insassen genau überprüft, teilte die Polizei mit. "Mit diesen Kontrollen wollen wir durch sichtbare Präsenz auch Einbrüche verhindern, bevor sie begangen werden", sagte Polizeisprecher Heiner van der Werp.

Während der Großkontrolle habe man Erkenntnisse zu reisenden Tätergruppen gewinnen können, teilte die Polizei mit. Die Auswertung dauere an.

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Tätergruppen nutzen gute Verkehrsanbindung

Die Polizeidirektion Lüneburg grenze an Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Schleswig-Holstein sowie an die Landeshauptstadt Hannover, erklärte Polizeipräsident Thomas Ring. „Die besonders gute Verkehrsanbindung an die Bundesautobahnen und Bundesstraßen bedeutet dabei eine hohe Frequentierung durch mobil agierende Tätergruppierungen.“ Die Zusammenarbeit mit den beteiligten Ländern funktioniere gut.

Hintergrund des Einsatzes ist den Angaben zufolge die Vereinbarung der Innenminister und Innensenatoren der norddeutschen Küstenländer, die Bekämpfung der länderübergreifenden Eigentumskriminalität durch organisierte Tätergruppierungen verstärkt zu bekämpfen.

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