Nach dem Aus des Drogenhilfevereins Elrond Bremen hat keine Drogen-Selbsthilfeeinrichtung mehr

Bremen. Das Drogenhilfeprojekt Elrond ist endgültig gescheitert. Trotz aller Rettungsbemühungen muss der Verein Ende Juli seine Arbeit einstellen. Damit gibt es in Bremen für Drogenabhängige keine Selbsthilfeeinrichtung mehr.
26.06.2012, 15:51
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Bremen hat keine Drogen-Selbsthilfeeinrichtung mehr
Von Jürgen Hinrichs

Bremen. Das Drogenhilfeprojekt Elrond ist endgültig gescheitert. Trotz aller Rettungsbemühungen muss der Verein Ende Juli seine Arbeit einstellen. Damit gibt es in Bremen für Drogenabhängige keine Selbsthilfeeinrichtung mehr.

Nach dem Aus des Drogenhilfevereins Elrond, der im vergangenen Jahr in die Insolvenz gegangen ist und trotz aller Rettungsbemühungen Ende Juli seine Arbeit einstellen muss, gibt es in Bremen für Drogenabhängige keine Selbsthilfeeinrichtung mehr. Das von Elrond verfolgte Konzept „Therapie statt Strafe“ für Menschen, die wegen ihrer Sucht straffällig geworden sind, hat in der Stadt gleichwohl Bestand, betonten am Dienstag die Behörden. Sie verwiesen auf die Therapieplätze in den stationären Einrichtungen und in Wohngruppen.

Dieter Adamski, Chef der Therapiehilfe Bremen, die zu den vielen Trägern in der Stadt gehört: „Dass es Elrond nicht mehr gibt, reißt zwar keine Lücke im Bedarf, nimmt aber eine wichtige Facette in der Hilfe für Drogenabhängige.“

Elrond war im vergangenen Jahr in eine finanzielle Schieflage geraten, nachdem sich in der Kasse eine Lücke von 1,9 Millionen Euro aufgetan hatte. Gegen die ehemalige Geschäftsführung wird seitdem wegen des Verdachts auf Untreue ermittelt.

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