Bremen in Zahlen Katzen und Hunde bleiben die Lieblinge in Bremen

In der Pandemie gewinnen Haustiere mehr Aufmerksamkeit. Die Lieblinge unter den Heimtieren bleiben Hunde und Katzen. Zum Ende des Jahres waren in Bremen 16.827 Hunde steuerlich erfasst.
01.02.2021, 05:00
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Katzen und Hunde bleiben die Lieblinge in Bremen
Von Ulrike Troue

Die Liebe zum Heimtier ist offenbar auch bei den Bremerinnen und Bremern sehr ausgeprägt und hat seit Beginn der Pandemie noch einmal zugenommen. Während des ersten Lockdowns hat der Tierschutzverein Bremen nach eigenen Angaben 325 Tiere an neue Besitzer abgeben können und damit 169 mehr als im selben Zeitraum im Jahr 2019.

„Am häufigsten werden Katzen vermittelt“, sagt Gaby Schwab vom Bremer Tierschutzverein. Dann folgten Kleintiere und Hunde. Aktuell leben 120 Katzen im Findorffer Tierheim. Auch der Katzenschutzbund Bremen konnte im vergangenen Jahr 17 Katzen von den 29 auf der Osterholzer Station lebenden vermitteln, wie der Vereinsvorsitzende Frank-Jürgen Sommerfeld berichtet.

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Weil keine Melde- oder Versicherungspflicht besteht, gibt es keine Zahlen zum Katzenbestand oder Statistiken zu anderen Heimtieren in Bremen. Mit einer Ausnahme: Zum 31. Dezember 2020 waren laut einer Mitteilung des Finanzressorts genau 16.827 Hunde in Bremen steuerlich erfasst. Hinzu kommt eine Dunkelziffer der nicht gemeldeten Hunde.

Die Bremerinnen und Bremer scheinen im bundesweiten Trend zu liegen, wonach die Katze das Lieblingsheimtier der Deutschen ist. Nach einer repräsentativen Erhebung, die der Industrieverband Heimtierbedarf und der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands beim Marktforschungsinstitut Skopos in Auftrag gegeben hatten, lebten 2019 insgesamt 14,7 Millionen Katzen in 23 Prozent der Haushalte in Deutschland. Für die Erhebung wurden 7000 Menschen befragt. Das Nürnberger Marktforschungsinstitut GfK weist eine ähnliche Zahl für die in deutschen Haushalten lebenden Katzen aus.

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Die Gesamtzahl der Heimtiere betrug 34 Millionen Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Ziervögel in 2019. Hinzu kamen viele Zierfische und Terrarientiere. Axel Lohmann, Vorsitzender des Zierfisch Clubs Bremen, spricht von einer Zahl im zweistelligen Millionenbereich. Die Gesamtheit der Heimtiere lässt den Schluss zu, dass in fast jedem zweiten Haushalt ein tierisches Familienmitglied lebt.

Nach den Katzen folgen laut Skopos-Erhebung und GfK-Angaben die Hunde als zweitbeliebtestes Haustier der Deutschen. Ihre Zahl hat zuletzt noch einmal deutlich zugenommen. Im Jahr 2019 lebten insgesamt 10,1 Millionen Hunde verteilt auf 20 Prozent der deutschen Haushalte; das sind 700.000 mehr als 2018. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 gab es nach der GfK-Studie neun Millionen Hunde in Deutschland.

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