Unfallstatistiken für Stadt und Land

Die gefährlichste Straße Bremens liegt im Viertel

Vor dem Steintor passierten im vergangenen Jahr mehr Unfälle als auf den anderen Straßen Bremens. Doch wie sehen die Unfallstatistiken genau aus und welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie?
10.08.2020, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Die gefährlichste Straße Bremens liegt im Viertel
Von Frieda Ahrens
Die gefährlichste Straße Bremens liegt im Viertel

In der Straße Vor dem Steintor passierten im vergangenen Jahr mehr Unfälle als in den anderen Straßen der Stadt.

Fabian Funke

Die gefährlichste Straße der Stadt liegt laut dem interaktiven Unfallatlas der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder im Viertel: Es ist die Straße Vor dem Steintor, genauer gesagt der Abschnitt zwischen Ziegenmarkt und der Nebenstraße Im Ring. Während in allen anderen genauso langen Straßenabschnitten im vergangenen Jahr weniger als zehn Unfälle mit verunglückten Menschen passiert sind, waren es Vor dem Steintor insgesamt zehn Unfälle. Davon zwei mit schwer verletzten, acht mit leicht verletzten Personen.

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Foto: Grafik WESER-KURIER / JOMA

Mehr als 30 Unfälle auf der A1

Auch nahe der Stadtgrenze gab es Unfälle: Auf der A1 zwischen Brinkum und Arbergen sind 2019 mehr als 30 Unfälle passiert. Ebenso in Lilienthal auf der Hauptstraße, die zur Falkenberger Straße wird.

Durch die Pandemie ist die Zahl der Verkehrsunfälle bundesweit zurückgegangen, seit der Wiedervereinigung 1990 war sie in einem Mai noch nie so niedrig wie in diesem Jahr. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, gab es im Mai in Deutschland 181.000 Unfälle. Das bedeutete im Vergleich zu Mai 2019 ein Minus von 23 Prozent. In Folge der Verkehrsunfälle sind im Mai dieses Jahres 237 Menschen gestorben, was im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Rückgang um 6,3 Prozent bedeutete.

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Auch in Bremen hat das Coronavirus Auswirkungen auf die Verkehrsunfälle gehabt: Die Zahl der verletzten Personen ist von Januar bis Mai 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25 Prozent auf 1088 gesunken. Die Zahl der Menschen, die infolge der Unfälle ums Leben gekommen sind, ist allerdings um fünf gestiegen: In den ersten fünf Monaten dieses Jahres sind in Bremen acht Menschen bei Verkehrsunfällen getötet worden.

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Foto: Grafik WESER-KURIER / JOMA

Sinkende Zahl an Schwerverletzten

In 2019 waren es in dem Zeitraum drei. Die Zahl der bei Verkehrsunfällen Schwerverletzten sank von Januar bis Mai im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um neun Prozent auf 121 Menschen, es gab 959 Leichtverletzte und damit 27 Prozent weniger als 2019.

Seit Juli liegen dem Statistischen Bundesamt die ersten gesicherten Unfallzahlen mit E-Scooter-Beteiligung vor. Von Januar bis März 2020 registrierte die Polizei in Deutschland 251 Unfälle, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden: Ein E-Scooter-Nutzer starb, 39 wurden schwer und 182 leicht verletzt (siehe auch Seite 11). Im Vergleich zu Fahrrädern spielen E-Scooter im Unfallgeschehen eine vergleichsweise geringe Rolle: In den ersten drei Monaten hat die Polizei deutschlandweit mehr als 12.700 Unfälle, bei denen Fahrradfahrern verletzt wurden, registriert.

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Foto: Grafik WESER-KURIER / JOMA
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