Kriminalstatistik Bremen ist zehntgefährlichste Stadt Deutschlands

Bremen gehört zu den Städten mit der höchsten Kriminalitätsrate in Deutschland. Das geht aus der polizeilichen Kriminalstatistik hervor, die die Welt am Sonntag vorab veröffentlicht hat.
22.04.2018, 11:23
Lesedauer: 2 Min
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Bremen ist zehntgefährlichste Stadt Deutschlands
Von Max Seidenfaden

Bremen liegt auf Rang zehn der Städte mit der höchsten Kriminalitätsrate in Deutschland. Das geht aus der polizeilichen Kriminalstatistik für das Jahr 2017 hervor, die die "Welt am Sonntag" vorab veröffentlichte. Demnach liegt die Quote der Straftaten in Bremen bei 12.081 Straftaten pro 100.000 Einwohner.

Grundlage des Rankings ist die Auswertung für die 39 deutschen Städte mit mehr als 200.000 Einwohnern. Bremen ist nicht die einzige gefährliche Stadt im Norden. Hannover ist sogar zweitgefährlichste Stadt in Deutschland mit 14.616 Straftaten pro 100.000 Einwohner. Hamburg (12.389 Straftaten pro 100.000 Einwohner) liegt ebenfalls vor Bremen auf Platz acht. Die gefährlichste Stadt ist Frankfurt am Main (14.864). Die Mainmetropole, die jahrelang auf dem ersten Rang lag, wurde nur zwischenzeitlich im vergangenen Jahr von Berlin abgelöst.

Auffällig: Mit Halle (Platz sechs), Leipzig (Platz fünf), Dresden (Platz vier) und Berlin (Platz drei) befinden sich gleich vier Städte im Osten Deutschlands unter den Top Ten.

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Das Ranking zeigt damit ein deutliches Gefälle. Der Süden und Westen sind laut Statistik sicherer als der Norden und Osten. In Süddeutschland gibt es mit Freiburg nur eine Großstadt, die unter den gefährlichsten Zehn ist. Allerdings: Alleine in Nordrhein-Westfalen befinden sich 15 der 39 Großstädte. Interessant ist der Vergleich zwischen Bremen und München. In der laut Statistik sichersten Großstadt Deutschlands wurden mit 6627 Straftaten pro 100.000 Bewohner fast 50 Prozent weniger Delikte registriert als in Bremen.

Positiv für Bremen ist der prozentuale Rückgang der Straftaten. Sie sanken im Vergleich zum Jahr 2016 um 12,9 Prozent. Nur in München (15,4 Prozent) und Karlsruhe (13,1 Prozent) gab es einen stärkeren Rückgang.

In Deutschland ist die Zahl der Straftaten insgesamt rückläufig. 2017 wurden mit 5,76 Millionen Straftaten fast zehn Prozent weniger Verbrechen verzeichnet als noch 2016. Eine Zahl, die sich auch bei den Großstädten widerspiegelt. In 38 der 39 Städten ist die Zahl der Straftaten rückläufig, nur in Dresden wurde ein Zuwachs von 33,7 Prozent verzeichnet. Dieser ist mit der Insolvenz der Infinus AG zu erklären, in deren Verlauf der gewerbsmäßige Bandenbetrug bei 40.000 Anlegern ans Licht kam. Da die Firma in Dresden ihren Sitz hat, wurden der Stadt laut "Welt am Sonntag" 23.626 Fälle statistisch angerechnet.

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