Verteilung nach Königsteiner Schlüssel Bremen könnte 15 minderjährige Geflüchtete aufnehmen

Bremens Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) fordert einen europäischen Schulterschluss zur Aufnahme Geflüchteter von den griechischen Inseln.
11.03.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Bremen könnte 15 minderjährige Geflüchtete aufnehmen
Von Björn Struß

Von den bis zu 1500 minderjährigen Geflüchteten, die Deutschland von den griechischen Inseln aufnehmen will, könnten 15 nach Bremen kommen. Laut Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) geht es derzeit aber noch um die „konkrete Ausgestaltung eines solchen Aufnahmeprogramms“. Die Verteilung in Deutschland erfolgt nach dem sogenannten Königsteiner Schlüssel, danach muss das Land Bremen rund ein Prozent der Geflüchteten aufnehmen.

Die Kinder sollen nach den Plänen der Bundesregierung jünger als 14 Jahre alt, unbegleitet und behandlungsbedürftig sein. In Bremen sieht das Jugendhilfesystem für sie nach Angaben der Behörde neben dem Besuch einer Schule auch eine medizinische Betreuung vor. Für Geflüchtete habe Bremen aktuell eine Kapazität von 4500 Plätzen. Davon seien 20 bis 25 Prozent frei, demnach könnte das Land Bremen bis zu 1125 Menschen aufnehmen.

Lesen Sie auch

Aktuell ist laut Stahmann ein Schulterschluss der europäischen Staaten gefordert, um Geflüchtete aufzunehmen. „1500 Kinder aus den Einrichtungen auf den griechischen Inseln wären dafür ein gutes erstes Zeichen, es motiviert hoffentlich auch andere Staaten. Insgesamt wäre es ein erster Schritt, dem weitere folgen müssten“, betont die Sozialsenatorin.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+