Kommentar zu kostenlosen Masken

Nicht ohne Risiko

Bremen lässt ab diesem Freitag Gratis-FFP2-Masken an Senioren in den Apotheken ausgeben. Sinnvoll und richtig, meint Sabine Doll. Risikoärmer wäre es aber gewesen, sie per Post zu verschicken.
13.11.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Nicht ohne Risiko
Von Sabine Doll
Nicht ohne Risiko

Kostenlose Masken für Risikogruppen sind eine gute Idee, aber mit Risiken verbunden.

Christian Beutler / dpa

Alte Menschen sind durch das Coronavirus besonders gefährdet: Deshalb ist es wichtig, dass sie vor einer Infektion und einem potenziell lebensgefährlichen Verlauf einer Covid-19-Erkrankung geschützt sind. Masken, speziell die FFP2-Variante, können dazu beitragen. Die Aktion des Landes Bremen, Senioren ab 65 Jahren mit solchen Masken kostenlos auszustatten, ist eine gute Idee.

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An diesem Freitag wird sich zeigen, wie gut oder weniger gut ihre Umsetzung ist. Denn: Die Verteilung über die Apotheken birgt eigene Risiken. 140.000 Menschen in Bremen gehören zur Altersgruppe. Machen sie alle oder Vertreter sich am Starttag auf den Weg zu den Apotheken, könnte es im wahrsten Sinne des Wortes eng und damit riskant werden. Für Abholer und Apothekenpersonal.

Der Blick nach Tübingen und einige Tage mehr Vorbereitung hätten gelohnt: Dort hat die Stadt die FFP2-Masken mithilfe von Auszubildenden und Mitarbeitern aus dem Kulturbetrieb eintüten lassen und per Post verschickt. Auch das ist Risikominimierung.

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