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„Bremen liest!"
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40 Autoren aus Bremen bei der Literaturnacht

Alexandra Knief 20.08.2019 0 Kommentare

Bücher, die überall in der Stadt, in Straßenbahnen, in Museen oder Bibliotheken vorgestellt werden – davon träumen die Veranstalter von „Bremen liest!“.
Bücher, die überall in der Stadt, in Straßenbahnen, in Museen oder Bibliotheken vorgestellt werden – davon träumen die Veranstalter von „Bremen liest!“. (JARAMINAS/123RF)

Eine Lange Nacht der Literatur. Das ist es, wovon Gabriele Becker träumt. Ein kultureller Abend, ähnlich der Langen Nacht der Museen, die in diesem Jahr bereits zum 19. Mal stattgefunden hat. Becker wünscht sich Busse, die von Ort zu Ort fahren, Lesungen an ungewöhnlichen Orten und ein buntes Rahmenprogramm. Die Redakteurin des Wellenschlag Text- und Verlagskontors will Bremens Buchhandelskultur die Anerkennung zukommen lassen, die sie ihrer Meinung nach verdient, sie will Autoren aus Bremen und darüber hinaus eine Plattform geben. Kurzum: Becker will mehr. Sie will die Stadt zum Lesen und Lauschen bringen. Aktuell, sagt sie, arbeite sie gemeinsam mit dem Bremer Buchhandel, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels, dem Literaturkontor und dem Senat an einem Konzept.

17 Buchhandlungen und Verlage haben geöffnet

Doch bis dieses konkreter ist, müssen Becker und ihre Mitstreiter in diesem Jahr noch ein bisschen kleiner denken. Kleiner, aber trotzdem schon ziemlich umfangreich: Am 30. August heißt es zum zweiten Mal „Bremen liest! – Bremer Literaturnacht“. 17 Buchhandlungen und Verlage öffnen in den Abendstunden ihre Türen, stellen sich vor und geben 40 Autoren und Autorinnen aus Bremen und umzu eine Bühne, um aus ihren Texten vorzulesen.

In Bremen-Mitte, im Viertel, in Schwachhausen, Findorff, der Neustadt und Bremen-Nord stehen zwischen 19 und 21.30 Uhr halbstündige Lesungen auf dem Programm. „Von Krimis über Lyrik und Bremensien bis hin zu Kinderbüchern ist alles dabei“, sagt Becker. In Mitte werden die Buchhandlung Franz Leuwer (Lesungen von Meike Dannenberg, Rainer Persch und Laura Müller-Hennig), die Buchhandlung Storm (Michael Augustin, Liliane Skalecki, Dieter Brand-Kruth), der Sujet-Verlag und die Buchhandlung Geist bespielt. Der Carl-Schünemann-Verlag bietet wie schon im vergangenen Jahr einen Bücherlift an: Besuchern wird im Fahrstuhl Literatur des Verlages vorgestellt.

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Im Viertel sind die Georg-Büchner-Buchhandlung sowie die Buchhandlungen Humboldt und Sieglin beteiligt. In Schwachhausen gibt es Lesungen in den Buchhandlungen Melchers und Sattler; in der Neustadt wird in den Buchhandlungen Balke und Buntentor gelesen. Mit dem Wort „Nacht“ nicht ganz so genau nimmt es der Kellner-Verlag: Hier gibt Klaus Kellner bereits um 15 Uhr unter dem Titel „Vom Manuskript zum Buch“ Einblicke in die Verlagsarbeit.

Im Findorffer Bücherfenster sind um 19 Uhr Jürgen und Marita Alberts zu Gast, die Krimi-Duette aus ihrem Buch „Es muss nicht immer Mord sein“ lesen. Um 20 Uhr gibt es mit „Fahrendes Volk“ Prosa von Jutta Michels, um 21 Uhr Prosa von Philipp Cyprian.

In Bremen-Nord beteiligen sich die Lesumer Lesezeit, die Otto und Sohn Bücherwelt und die Blumenthaler Bücherstube an der Literaturnacht.

Und 2020? Wenn es nach Becker geht, sind neben den Verlagen und Buchhandlungen dann auch noch Straßenbahnen, Museen, Bibliotheken und andere Einrichtungen mit von der Partie. Außerdem sollen neue Stadtteile erreicht werden. Ein weiterer Traum: die Einführung des Bremer Buchhandelspreises. Vorbild ist die Lange Nacht der Literatur in Hamburg. Diese gibt es bereits seit sechs Jahren. Hier werden mittlerweile mehr als 50 Buchhandlungen und literarische Orte bespielt. Für einen Austausch hat Becker sich bereits mit der dortigen Initiatorin getroffen. „Auch Bremen hat eine unglaublich gute Buchhandelstruktur“, sagt sie; darum lägen ihr der unabhängige Buchhandel und die hiesigen Verlage sehr am Herzen. „Sie sind ein Kulturgut, das man wertschätzen sollte.“

Veranstaltung wächst schon dieses Jahr

Becker hat bereits vor zwei Jahren den Grundstein für die geplante Lange Nacht der Literatur gelegt: mit dem „Literarischen Wellenbad“, einem Literaturabend, an dem sieben Autoren in drei Bremer Buchhandlungen zu Lesungen luden. Schon ein Jahr später wurde daraus in Kooperation mit dem Bremer Literaturkontor unter dem Titel „Bremen liest!“ die erste Bremer Literaturnacht, gefördert von der Kulturbehörde, der Literaturstiftung und dem Börsenverein. Statt in drei Buchhandlungen gab es Programm in 14 unterschiedlichen Locations, trotz relativ wenig Werbung kamen laut Becker zu einigen Lesungen mehr als 100 Besucher. Diese Zahlen lassen sich sehen, für Becker ist das aber noch nicht genug. „Wir hören nicht auf, bis ein Bus die Besucher von Ort zu Ort fährt“, sagt sie. „Wir wollen weiter wachsen.“

Ein bisschen wächst die Veranstaltung schon in diesem Jahr. Erstmals gibt es im Rahmen der Literaturnacht ab 20 Uhr eine Offene Bühne im Kulturzentrum Kukoon. Moderiert wird das Angebot von Sebastian Butte (Slammer Filet), musikalische Begleitung gibt es von der DJane Gülbahar Kültür.

Zur Sache

40 Autoren und Offene Bühne

Am 30. August findet in 17 Bremer Buchhandlungen und Verlagen die 2. Bremer Literaturnacht „Bremen liest!“ statt. 40 Autoren aus Bremen und umzu geben hierbei Einblicke in ihre Arbeit. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Weitere Informationen zum Programm unter www.bremenliest.de.

Im Kulturzentrum Kukoon wird es ab 20 Uhr eine Offene Bühne geben. Autoren und Sprachkünstler aller Altersklassen können sich hierfür mit ihren Texten anmelden. Alle literarischen Gattungen sind erlaubt, die Beiträge sollten nicht länger als sieben Minuten sein. Anmeldungen für die Offene Bühne bitte bis zum 28. August an: regina.weber@literaturkontor-bremen.de.


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