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Weltstar im Weserstadion
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Als Bruce Springsteen durch die Sögestraße bummelte

Martin Märtens 21.09.2019 2 Kommentare

Bruce Springsteen wird am 23. September 70 Jahre alt. Der Musiker spielte zuletzt 1999 in Bremen.
Bruce Springsteen wird am 23. September 70 Jahre alt. Der Musiker spielte zuletzt 1999 in Bremen. (J.P.Gandul/EFE/dpa)

Ans erste Konzert von Bruce Springsteen im Bremer Weserstadion erinnert sich Lothar Behnke, der damals für das KPS Concertbüro arbeitete: „Der Superstar war bereits einen Tag vor seinem Auftritt im Weserstadion nach Bremen gekommen. Seine Lebensgefährtin und heutige Ehefrau Patti Scialfa hatte Geburtstag, und gemeinsam machte man sich vom Mariott am Hillmannplatz auf dem Weg in die Sögestraße, um in einer Parfümerie einzukaufen. Als er mit seiner Kreditkarte bezahlen wollte, hielt die Kassiererin beim Lesen des Namens das alles für einen großen Witz“, erinnert sich Behnke. „Als er seine Sonnenbrille dann absetzte und erkannt wurde, wollte der ganze Laden Autogramme.“

„Am kommenden Tag ließ sich Springsteen dann mit einem Kleinbus und verdunkelten Scheiben erst kurz vor Konzertbeginn zum Stadion bringen. Er hatte sich das Fahrzeug extra mit einer Matratze, Kurzhanteln sowie einer Flasche Milch ausstatten lassen. Und so soll er, trainierend und Milch trinkend, durch die Menge nur einen halben Meter entfernt von den nichts ahnenden Fans zum Stadion gekommen sein.“ 55.000 Menschen waren ins Weserstadion gepilgert, Zehntausende fanden sich auf dem Osterdeich ein – sein Auftritt im Rahmen seiner „Tunnel Of Love“-Tour war das erste Stadionkonzert im Weserstadion überhaupt. Es hätte wohl keinen besseren Auftakt geben können.

Lothar Behnke arbeitete 1988 bei einer Bremer Konzertagentur und begleitete Bruce Spring­steen und seine damalige Freundin Patty Scialfa beim Shopping-Bummel auf der Sögestraße.
Lothar Behnke arbeitete 1988 bei einer Bremer Konzertagentur und begleitete Bruce Spring­steen und seine damalige Freundin Patty Scialfa beim Shopping-Bummel auf der Sögestraße. (Frank Thomas Koch)

Der „Boss" spielte einfach weiter

Der Musiker und seine E-Street-Band brannten ein bis dato in der Hansestadt nicht bekanntes Livefeuerwerk ab. Eigentlich sollte das Konzert nur bis 22.45 Uhr gehen, doch der „Boss“ spielte einfach weiter. Und forderte sogar, dass man die Flutlichter anmachen solle, damit er alle Zuschauer sehen könne. „Das hatte uns total überrascht, damit hatten wir nicht gerechnet“, sagt Behnke. „Die Flutlichter brauchen ja eine Zeit, bis sie angehen, und die Stadt lag uns schon im Nacken, da wir die vereinbarte Zeit überzogen hatten.“

Als schließlich die Lichter erstrahlten, muss­te Springsteen nach drei Stunden und 31 Songs die Bühne verlassen – die Stadt drohte damit, den Strom abzustellen. Behnke: „Aber was dann passierte, war unglaublich. Spring­steen ging zu jedem Aufbauhelfer in der Nähe und bedankte sich persönlich. Die konnten teilweise ihre Handschuhe gar nicht so schnell aus bekommen. Ein außergewöhnlicher Künstler. So etwas habe ich nie wieder erlebt.“ Fast elf Jahre später, am 17. Juni 1999, war Springsteen ein zweites und bisher letztes Mal mit seiner E-Street-Band in Bremen zu Gast.

Bis heute spielt
Tina Turner rockte im Juni 1990 das Stadion am Osterdeich.
1992 war ein großes Konzertjahr für das Weserstadion: Den Anfang machte Sir Elton John am 7. Juni 1992. Bis er wiederkam, sollte es bis 2016 dauern. Mit Hits aus fünf Jahrzehnten, empfindsamen und dynamischen Nummern gab es dann einen
... gefolgt von den Dire Straits am 25. Juli und...
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