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Kunsthalle erhält 100.000 Euro vom Bund

Alexandra Knief 04.06.2019 1 Kommentar

Die Bremer Kunsthalle geht einen weiteren Schritt in Richtung Digitalisierungmusealer Inhalte. 
Die Bremer Kunsthalle geht einen weiteren Schritt in Richtung Digitalisierung musealer Inhalte.  (Shirin Abedi)

Die Bremer Kunsthalle wird mit 100.000 Euro vom Bund gefördert. Das gab Elisabeth Motschmann, Bremer CDU-Bundestagsabgeordnete und kulturpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion, am Dienstag bekannt.

Das Geld soll in ein Projekt mit dem Titel „Kunsthalle Art Surfer" fließen, welches zum Ziel hat, bisherige Digitalisierungsmaßnahmen des Museums im Netz noch sichtbarer zu machen.

Bereits 2014 hat die Kunsthalle damit begonnen, die über 200.000 Werke des Kupferstichkabinetts zu digitalisieren und somit für eine elektronische Präsentation zur Verfügung zu stellen. Mit dem Projekt "Kunsthalle Art Surfer" will das Museum nun noch weiter gehen und eine digitale Plattform entwickeln, mit der Sammlungen, Ausstellungen und weitere Aktivitäten zeitgemäß digital vermittelt werden können. Mit ihrem Konzept will die Kunsthalle vor allem neue potenzielle Besucher ansprechen, aber auch Kulturinteressierte, die aus unterschiedlichen Gründen nicht selbst ins Museum kommen können. Auch für Wissenschaftler soll das digitale Angebot die Forschung zukünftig erleichtern.

Laut der Projektbeschreibung, mit der die Kunsthalle sich um eine Bundesförderung beworben hat, plant das Museum zunächst die Entwicklung einer neuen Präsentationsmöglichkeit für den Online-Katalog und eine Einbindung in die Webseite, sowie die Entwicklung einer App für Führungen durch Ausstellungen und Sammlungen.

In einem zweiten Arbeitsschritt sollen neue Möglichkeiten der Personalisierung des Angebots durch den Nutzer ermöglicht werden, wie zum Beispiel die Option, eigene Sammlungen anzulegen. Im letzten Schritt des Projekts sollen schließlich digitale Angebote hinzukommen, die im Rahmen der Bildungs- und Vermittlungsarbeit der Kunsthalle entstanden sind. Darunter ein Kunsthallen-Computerspiel und digitales Material für den Einsatz im Schulunterricht.

275.000 Euro Kosten

Elisabeth Motschmann zeigte sich erfreut über die Förderung durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters (CDU). "Bereits in den letzten Jahren hat die Kunsthalle Bremen durch die Vielzahl von Ausstellungen, eine Publikationsreihe und die Digitalisierung der Bestände viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen", so die Bundestagsabgeordnete. "Ich freue mich, dass durch die Zuwendung vom Bund das Projekt 'Kunsthalle Art Surfer' realisiert werden kann."

Wie aus dem im März gestellten Förderantrag des Bremer Kunstvereins hervorgeht, der dem WESER-KURIER vorliegt, belaufen sich die Kosten für das mehrstufige Projekt, dass 2019/2020 umgesetzt werden soll, auf insgesamt 275. 000 Euro. 100.000 Euro stammen aus den Budgetmitteln der Kunsthalle, weitere 100.000 Euro werden nun vom Bund übernommen. Bei den fehlenden 75.000 hoffe man, so heißt es in dem Förderantrag, auf Drittmittel von privaten Unterstützern. Ob diese bereits zugesichert wurden, ist unklar: Die Kunsthalle selbst wollte auch nach mehrmaliger Anfrage keinerlei Statement zu der geplanten Bundesförderung abgeben. Auch für eine Auskunft zu Details und einem genauen zeitlichen Ablauf des Projekts stand das Museum am Dienstag nicht zur Verfügung.

++ Dieser Artikel wurde um 16.58 Uhr aktualisiert ++


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