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Neues Stück im Packhaustheater
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No Sex in the City

Alexandra Knief 17.05.2019 0 Kommentare

Ein Hotel mit besonderem Service: Lift-Boy Juan Pablo (links, Andreas Werth) und Hotelchefin Caren (rechts, Claudia van Veen) wollen dem Ehepaar Cooper (Arlette Stanschus und Sebastian Teichner) sexuell auf die Sprünge helfen.
Ein Hotel mit besonderem Service: Lift-Boy Juan Pablo (links, Andreas Werth) und Hotelchefin Caren (rechts, Claudia van Veen) wollen dem Ehepaar Cooper (Arlette Stanschus und Sebastian Teichner) sexuell auf die Sprünge helfen. (Theaterschiff Bremen)

Bremen. Susan (Arlette Stanschus) und Max Cooper (Sebastian Teichner) aus Ohio haben ein Problem. Nach zehn Jahren Ehe ist irgendwie die Luft raus. Vor allem im Bett. So kommt es, dass beide unabhängig voneinander beim Online-Portal „Surprise Date“ nach einem Abenteuer suchen – mit gefakten Fotos versteht sich. Und so buchen sich beide für einen aufregenden Seitensprung ins New Yorker Hotel „Sky View Palace“ ein. Susan erwartet im Nebenzimmer einen Typen, der aussieht wie George Clooney, Max hofft auf ein Date mit einem Scarlett-Johansson-Double. Umso größer ist die Überraschung, als sich herausgestellt, das hinter der Tür zum Nebenzimmer kein heißer Filmstarverschnitt wartet, sondern der eigene Ehepartner. Das Stück „No Sex in the City“, das nun unter der Regie von Florian Battermann am Packhaustheater zu sehen ist, erinnert doch stark an einen Song von Udo Jürgens.

Susan und Max beschließen, das Beste aus der Situation zu machen und den Kurztrip dazu zu nutzen, wieder ein bisschen Leidenschaft in ihr Eheleben zu bringen. Im Gepäck: Straußenfedern, ein Kamasutra-Buch und weitere Hilfsmittel. Hilfe erhalten sie außerdem vom mehr als aufdringlichen Hotelpersonal. Da wäre zum einen Lift-Boy Juan Pablo Rodrigez (Andreas Werth), der versucht, die Eheleute mit selbst gebranntem Tequila und Mariachi-Tanzstunden auf Kurs zu bringen. Zum anderen wäre da noch Hotelmanagerin Caren (Claudia van Veen), die hinter dem Rücken ihres Mannes Dildopartys für Hotelgäste anbietet. Ihr schüchterner Ehemann Frank (Oliver Geilhardt, der bisher am Packhaustheater und auf dem Theaterschiff als Regisseur im Einsatz war) scheint – zumindest auf den ersten Blick – der einzige in diesem Hotel zu sein, der sich verhält, wie man es von einem Mitarbeiter auch erwartet.

Und so entwickelt sich eine Ehekrisen-Komödie, die vor allem auf überspitzte Charaktere und plumpe, einfallslose Wortspielwitze setzt: Max‘ bestes Stück wird mal zum „Klebestift mit eingetrocknetem Leim“, mal zur „Zündkerze“ oder zum „Rüssel“. Und für alle, denen das noch nicht genug flache Sex-Kalauer waren, wird am Ende dann vorsichtshalber auch noch ein „Rohr verlegt“. Theatergänger, die mit Vorschlaghammer-Humor eher wenig anfangen können, sollten also vorgewarnt sein. Gut gelaunte Junggesellinnenabschiede hingegen und alle anderen, die einfach nur Lust auf seichte Unterhaltung haben, sind mit „No Sex in the City“ gut beraten.

Ein Lob gebührt trotz aller Kritik dem Ensemble: Alle fünf Schauspieler machen einen guten Job, gehen voll in ihren Rollen auf. Das ändert nur leider nichts an der völlig absurden, überdrehten Geschichte aus der Feder von Lydia Fox (deutsch: Angela Burmeister): mit Hotelangestellten, die am laufenden Band in die Privatsphäre ihrer Gäste eindringen und einem Ehepaar, das sich benimmt, als hätte es noch nie im Leben Sex gehabt.

Weitere Informationen

Die nächsten Termine: 18.5, 20 Uhr; 19.5, 15 Uhr sowie 24.5 (20 Uhr), 25.5 (17 und 20 Uhr) und 26.5 (15 Uhr). Weitere Aufführungen unter www.theaterschiff-bremen.de.


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