Er hatte Homosexuelle terrorisiert

Landgericht verurteilt 32-Jährigen zu Gefängnisstrafe

Das Landgericht Bremen hat einen 32-Jährigen zu Gesamtfreiheitsstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt. Der Angeklagte hatte gestanden über Monate vier homosexuelle Männer terrorisiert zu haben.
28.08.2020, 10:31
Lesedauer: 1 Min
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Landgericht verurteilt 32-Jährigen zu Gefängnisstrafe
Von Ralf Michel
Landgericht verurteilt 32-Jährigen zu Gefängnisstrafe
Ralf Michel

Das Landgericht Bremen hat einen 32-jährigen Bremer zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Gegen den geständigen Mann wurden zwei Gesamtfreiheitsstrafen gebildet: drei Jahre, sechs Monate wegen Nachstellung (Stalking) und ein Jahr wegen Betruges. Der 32-Jährige muss beide Strafen nacheinander absitzen. Er hat zwar eine psychische Persönlichkeitsstörung und bei ihm lag eine „erheblich verminderte Steuerungsfähigkeit“ vor.

Nach Auffassung des Gerichts hat er jedoch vorsätzlich gehandelt. Geprüft wurde auch die Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik, doch dafür waren laut Gericht die Voraussetzungen nicht gegeben.

Er hatte gestanden, über Monate vier homosexuelle Männer terrorisiert zu haben. Außerdem hat er Morddrohungen an Menschen in Bremen verschickt und Bombendrohungen an mehrere große Kaufhäuser und eine Restaurantkette. Und er hat zahllose Internetbetrügereien begangen, um seine Spielsucht zu finanzieren.

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Er habe gewollt, dass Stress entsteht. Dass andere Menschen, die er nicht einmal kannte, Ärger bekamen. Das sei sein Weg gewesen, den eigenen Frust, die eigene Verletzlichkeit abzubauen. „Ich hatte das Gefühl, dass mein Leid gelindert wird, wenn andere Menschen Leid erfahren.“

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