Zwischenbilanz des Zukunftsprogramms steht heute auf der Tagesordnung der Deputation für Wirtschaft und Häfen Bremen-Nord hinkt Gesamt-Bremen weiter hinterher

Bremen-Nord. Bremen-Nord krankt offenbar daran, als Stadtmarke nicht wahrgenommen zu werden. Neue Broschüren "Bremen-Nord - Die Zukunft einer Region" sollen Abhilfe schaffen. Dass der Stadtteil trotz Projektmitteleinsatz von 44 Millionen Euro in den vergangenen Jahren "keinen Anschluss an die positive gesamtstädtische Entwicklung erreicht" hat, geht aus dem Zukunftsprogramm Bremen-Nord hervor, dessen Fortführung bis 2014 die Wirtschaftsdeputation heute beschließen soll.
23.03.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Bremen-Nord hinkt Gesamt-Bremen weiter hinterher
Von Patricia Brandt

Bremen-Nord. Bremen-Nord krankt offenbar daran, als Stadtmarke nicht wahrgenommen zu werden. Neue Broschüren "Bremen-Nord - Die Zukunft einer Region" sollen Abhilfe schaffen. Dass der Stadtteil trotz Projektmitteleinsatz von 44 Millionen Euro in den vergangenen Jahren "keinen Anschluss an die positive gesamtstädtische Entwicklung erreicht" hat, geht aus dem Zukunftsprogramm Bremen-Nord hervor, dessen Fortführung bis 2014 die Wirtschaftsdeputation heute beschließen soll.

Im September 2006 wurde mit dem Zukunftsprogramm erstmals ein Entwicklungsprogramm für ganz Bremen-Nord vorgelegt. "Nach vier Jahren ist es an der Zeit, die Bestandsaufnahme zu aktualisieren, den Umsetzungsstand der einzelnen Projekte zu überprüfen und Handlungsempfehlungen für die Zukunft zu entwickeln", schreibt die Wirtschaftsförderung Bremen (WFB), die für das Programm mitverantwortlich zeichnet, im Vorwort. Zudem habe die Arbeitnehmerkammer im September 2010 eine Bestandsaufnahme zum Wirtschaftsstandort Bremen-Nord vorgelegt, aus der eine dramatische Entwicklung der Beschäftigungssituation hervorgeht: "So hat sich das Beschäftigungsvolumen allein von 1970 bis 2007/2008 in Bremen-Nord von über 30000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf knapp über 16000 nahezu halbiert." Am stärksten hat demnach das verarbeitende Gewerbe verloren. Die Arbeitnehmerkammer regt im Ergebnis ihrer Betrachtung an, ein örtliches Kompetenzzentrum für Fertigungstechnologie zu schaffen.

In den vergangen vier Jahrzehnten hat Bremen-Nord laut Verwaltungsvorlage auch einen Rückgang der Arbeitsstätten verzeichnet. Der Verlust an wirtschaftlicher Bedeutung wirkt sich demzufolge auf die Attraktivität der Stadtteilzentren aus, was bisher nur ansatzweise kompensiert werden konnte. In der Zeit von 2006 bis 2010 sind rund 44 Millionen Euro nach Bremen-Nord geflossen. Fast 20 Millionen Euro gingen in den industriell-gewerblichen Bereich, 15 Millionen gab es für Handel und Tourismus. Mit neun Millionen Euro ist der Science Park in Grohn unterstützt worden. Der Science Park, der Gesundheitspark Friedehorst, die Umsetzung des Masterplans "Blumenthal - zentraler Bereich" werden erst in den kommenden Jahren positiv wirken, steht in den Unterlagen für die Deputation.

Touristisches Potenzial wird in der maritimen Ausrichtung gesehen. Zur Förderung von Handel und Tourismus führt das Papier das neue Stadthaus, den Sedanplatz, den Umbau des Gustav-Heinemann-Bürgerhauses, Aufwertung der Landrat-Christians-Straße mit Zentrumsanbindung und nicht zuletzt das Gelände Bremer Wollkämmerei auf. Auch der Bunker Valentin könne an Bedeutung gewinnen, heißt es.

Für das verarbeitende Gewerbe seien die Weiterentwicklung des Bremer Industrieparks, der Geländes der Bremer Wollkämmerei sowie weiterer örtlichen Gewerbegebiete von Bedeutung. Schwerpunktprojekte der Dienstleistungsförderung sind aus Sicht der Programmmacher bei der WFB der Science Park Grohn und der Gesundheitspark Friedehorst.

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