An der Schlachte und in der Altstadt

Bremer Polizei muss Versammlungen auflösen

Die Bremer Polizei musste am Wochenende mehrfach ausrücken, um unangemeldete Versammlungen aufzulösen. Die Beteiligten wollen auf einem Spaziergang gewesen sein, das sahen die Beamten anders.
26.04.2021, 12:01
Lesedauer: 1 Min
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Bremer Polizei muss Versammlungen auflösen
Von Jan-Felix Jasch

Die Polizei Bremen musste am Wochenende bei mehreren unangemeldeten Versammlungen einschreiten. Wie die Beamten berichten, kam es in mehreren Fällen zu Verstößen gegen das Versammlungsgesetz und die Corona-Verordnung.

Am Freitagabend hatten sich gegen 20 Uhr rund 20 Personen in der Altstadt versammelt. Dabei zeigte die Gruppe Banner mit der Aufschrift „Plandemie“ und „Es reicht!“, so die Polizei. Die Personen hielten die geltenden Abstände ein, trugen jedoch keinen Mund-Nasen-Schutz, hieß es weiter. Gegenüber der Polizei gab die Gruppe an, lediglich spazieren zu gehen. Das sahen die Beamten jedoch anders. Sie bewerteten den Aufzug als geplante und nicht angemeldete Versammlung, die unter Auflagen, wie das Tragen von Gesichtsmasken und das Einhalten der Abstandsregeln, fortgeführt werden könne. Alle Personen verweigerten das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes an der frischen Luft. Nach der Ankündigung diese Versammlung dann aufzulösen, entschlossen sich die Teilnehmenden die Banner zusammenzurollen und ihren Spaziergang als Einzelpersonen fortzusetzen. Die Polizei hat die Personalien der Beteiligten aufgenommen.

Am Sonntagvormittag hatten sich etwa 15 Menschen zu einem offenbar verabredeten Flashmob an der Schlachte getroffen. Sie hielten weder den nötigen Abstand ein, noch trugen sie einen Mund-Nase-Schutz. Die Polizei stellte die Personalien aller Anwesenden fest. Zwei Personen mussten an einem Polizeirevier vorgeführt werden, da sie nur selbst erstellte Ausweise mit sich führten.

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