2500 Menschen von Evakuierung betroffen Bombe in der Neustadt gesprengt: Straßen wieder freigegeben

Ein Bombenfund in der Neustadt hat für Evakuierungen rund um den Fundort und ein Verkehrschaos in der Bremer Innenstadt gesorgt. Die Bombe wurde am Nachmittag gesprengt.
20.10.2021, 16:48
Lesedauer: 2 Min
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Bombe in der Neustadt gesprengt: Straßen wieder freigegeben
Von Desiree Bertram

Eine Weltkriegsbombe im Bereich der Straße Beim Neustadtsgüterbahnhof in Bremen musste am Mittwoch, 20. Oktober, gesprengt werden. Die Sprengung sollte zunächst gegen 13 Uhr stattfinden. Da sich die Evakuierung aber hinzog, kam es zu Verzögerungen. Um 15.45 Uhr wurde die Bombe schließlich von Sprengmeister Thomas Richter erfolgreich gesprengt. 

Die nötigen Straßensperrungen rund um den Fundort der Bombe – unter anderem wurden ab 10.30 Uhr die B75 über die Weser und die Stadtautobahn 281 in der Neustadt gesperrt – sorgten am Mittwoch für ein Verkehrschaos in der Bremer Innenstadt. Auf allen Hauptstraßen rund um die Stephanibrücke staute sich der Verkehr. Nach der Sprengung wurden die Straßen wieder freigeben, alle Anwohner konnten in ihre Wohnungen zurückkehren.

Wie die Polizei mitteilte, wurde die 250 Kilogramm schwere Bombe mit circa 100 Tonnen Sand und rund 40.000 Liter Wasser abgedeckt, um die Druckwelle zu minimieren. Von der Evakuierung, die ab dem frühen Vormittag lief, waren rund 2500 Bremer und Bremerinnen betroffen. Einige Anwohner waren den Anweisungen und den Lautsprecherdurchsagen der Polizei nicht gefolgt, weshalb sich die Evakuierung teilweise schwierig gestaltete.

Rund 30 Personen konnten ihre Wohnungen nach Polizeiangaben nicht selbständig verlassen und mussten sitzend- oder liegend von Einsatzkräften zum Aufenthaltsort in die Oberschule am Leibnizplatz transportiert werden. Zur besseren Versorgung wurden einige Personen auch in Krankenhäuser gebracht. Insgesamt waren bei den umfangreichen Evakuierungs- und Absperrmaßnahmen mehr als 100 Einsatzkräfte beteiligt.

Die Bombe war am Dienstag bei Sondierungsarbeiten gefunden worden und konnte wegen ihres Zustandes nicht entschärft werden. Schon von 10.30 Uhr an wurden die Bürger gebeten, den Bereich möglichst weiträumig zu umfahren.

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