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Tourismus in Bremen
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Ein Event pro Monat soll Bremen attraktiver machen

Frauke Fischer 29.02.2016 0 Kommentare

Marion Kayser von der ARGE Borgward berichtet über die Pläne, ein Welt-Borgward-Treffen im Mai in Bremen zu veranstalten
Marion Kayser in einem Borgward-Bus von1953. Zum Welttreffen der Bremer Automarke im Mai werden bis zu 1000 Borgward-Liebhaber in der Hansestadt erwartet. (Frank Thomas Koch)

Wenn im Mai bis zu 1000 Borgward-Fans zum Welttreffen der Bremer Automarke in die Hansestadt kommen, im Sommer die „Alexander von Humboldt“ endgültig an der Schlachte festmacht, das Überseemuseum seine neue Dauerausstellung „Amerika“ eröffnet und die Kunsthalle Gemälde von Max Liebermann zeigt, bringt das Bewegung. Es vergrößert das Angebot für Bremerinnen und Bremer, die gern etwas unternehmen, Freunde treffen und ihr Wissen erweitern wollen.

Aus Sicht der Touristiker und Wirtschaftsfachleute locken solche Veranstaltungen aber vor allem Gäste von außerhalb in die Stadt, solche, die womöglich ein oder gar zwei Nächte hier verweilen, die auf jeden Fall Geld in Geschäften und Gaststätten ausgeben. 2015 hat das offenbar gut geklappt.

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Knapp zwei Millionen Übernachtungen zählte das Statistische Landesamt, das sind 4,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor. „Wir befinden uns auf dem richtigen Weg“, sagte Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD). Er gehörte am Montag zu den Tourismus- und Wirtschaftsexperten, die in der kürzlich wieder eröffneten Union-Brauerei Tourismus-Zahlen und Trends präsentierten und bewerteten.

Ambiente der Stadt kommt an

Die historische Innenstadt ist beliebtester Aktionsraum: 93,6 Prozent der befragten Tages- und Übernachtungsgäste haben sie in den letzten drei Jahren besucht beziehungsweise genutzt (Darstellung BTZ).
In den schmalen Gassen des Schnoorviertels waren 81,9 Prozent der Gäste unterwegs.
Die Einkaufsstraßen in der City suchten 81,7 Prozent der Touristen auf.
An der Schlachte sitzen nicht nur die Bremer gern, sondern auch 80,5 Prozent der Tages-und Übernachtungsgäste. 
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Zu zwei Dritteln sind es Geschäftsreisende, die die Ankunfts- und Übernachtungszahlen bestimmen. Doch Ursula Carl, Vorsitzende des Verkehrsvereins, betonte: „Auch das hat einen touristischen Aspekt. Sie haben Zeit, sich umzuschauen, und kommen privat wieder.“ Auswahl für ihre Übernachtungen haben sie dann reichlich: 84 Hotels sind es in Bremen nach Angaben des Statistischen Landesamts.
 
Als es in den vergangenen zehn Jahren mehr wurden, fürchteten viele Hoteliers um ihre Auslastung. Doch die Sorge war wohl unberechtigt. 2005 lag die Auslastung in den 75 Betrieben mit damals 7500 Betten bei 41 Prozent, die 84 Betriebe mit 10 489 Betten im vergangenen Jahr brachten es immerhin auf 45 Prozent Auslastung. Carls Fazit: „Mehr bringt mehr.“ Bremen könne sogar weitere neue Hotels vertragen, allerdings dann in Nischenbereichen für Gruppen und Radtouristen.

EY Alter - Ausstellung Universum - Mercedes Benz
Zugpferd im Universum: Die Ausstellung „Ey, Alter“. (Christina Kuhaupt)

Die Menschen, die Bremen besucht haben, erinnern sich offenbar gern an Welterbe und Weser. Laut Gästebefragung sogar so gerne, dass ein Drittel schon öfter als fünfmal in die Hansestadt gekommen ist, ein Drittel immerhin zwei- bis fünfmal. Und die Gäste mögen die Bewohner: „Es gab ein großes Lob für die Freundlichkeit der Bremerinnen und Bremer“, sagte Touristik-Chef Peter Siemering. Über 80 Prozent der Befragten bewerteten das Ambiente der Stadt zudem mit gut beziehungsweise sehr gut.

Universum ist populärste Museumsadresse

Besonders gefragt sind Stadtbesichtigung und -bummel sowie Restaurantbesuche. Zu den beliebten Adressen gehören die historische Altstadt, das Schnoorviertel, die Einkaufsstraßen und -passagen der City, aber auch Waterfront und Weserpark (siehe unten). Auf der Beliebtheitsliste der Museen und Freizeitadressen steht das Universum nach einer Gästebefragung von 2013 ganz oben, gefolgt von Überseemuseum, Dom-Museum/Dom und Kunsthalle.

Angesichts der hohen Zahl von Geschäftsreisenden, die Bremen jedes Jahr besuchen, spielt für die Touristiker das Angebote an Messen, Tagungen und Kongressen eine wichtige Rolle. So zogen im Vorjahr beispielsweise die Jahrestagung des Fachverbands Biogas, das Symposium der Intensivmedizin und -pflege sowie der Deutsche Wundkongress Tausende in die Stadt. Auch in diesem Jahr sollen solche Veranstaltungen für viele Übernachtungen sorgen, so Siemering, Chef der Bremer Touristik-Zentrale. Sein Motto: „Jeden Monat ein großes Event.“ Auch „La Strada“ und das Festival Maritim zählt er dazu.

Große Unternehmenszentralen holten auch viele Gäste in die Stadt, so Günthner. „Gute Handelskontakte von Bremer Firmen, wissenschaftliche Netzwerke sowie eine lebendige Kongress-Branche sind extrem wichtig“, sagte der Wirtschaftssenator. Sein Ressort arbeite derzeit an einem neuen Tourismusprogramm 2020/2025. Es soll Ende des Jahres vorgestellt werden.

Ausflugsziel Bremerhaven

Wer die Zahlen der Ankünfte und Übernachtungen für Bremerhaven anschaut, wird zunächst verwirrt. Während die Bremer Touristik-Zentrale sich bei allen Daten – auch für das Bundesland Bremen und für Bremerhaven – auf das Statistische Landesamt stützt, legt Bremerhaven parallel dazu noch andere Erhebungen zugrunde. Die Folge: Am Montag verkündeten BTZ und Bremerhaven unterschiedliche Zahlen für die kleinere Schwesterstadt.

Während sich die Statistischen Landesämter auf Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben mit mehr als jeweils zehn Betten beziehen, ruft Bremerhaven alle Übernachtungen, auch in Appartments und anderen kleineren Unterkünften, ab. Danach kam die Stadt im Vorjahr auf gut 1,1 Millionen Übernachtungen. 381 065 waren es in der Hotellerie. Auch die Aufenthaltsdauer weicht nach dieser Zählung sehr von der des Statistischen Landesamts Bremen (StaLa) ab. Im Schnitt blieben die Gäste nach der Bremerhavener Zählung 3,4 Tage, laut StaLa rund zwei Tage.

81 Prozent der Bremerhaven-Besucher kommen als Tagesgäste, heißt es von Seiten der Bremerhavener Gesellschaft für Tourismus, Marketing und Veranstaltung. Für Bremer sei die Stadt ein beliebtes Ausflugsziel, die meisten Gäste kämen aus Niedersachsen. (fis)


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Leserkommentare
theface am 18.10.2019 20:54
Das kann so nicht stimmen, sonst wären SPD und Grüne ja nicht mehr in der Landesregierung.
Opferanode am 18.10.2019 20:48
Ich hatte die gleiche Frage. Aber eine vernünftige Antwort würde mir besser gefallen, als so schulmeisterlich daherzukommen, mit der Aufforderung, ...
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