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10.000 werden zu Untersuchungen eingeladen
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Größte Gesundheitsstudie mit Bremern

Sabine Doll 20.06.2014 0 Kommentare

BIPS - Vorstellung einer geplanten nationalen Gesundheitsstudie - vl. Prof. Dr. Wolfgang Ahrens NAKO Projektleiter, Niel
Wolfgang Ahrens, Niels Winkler und Kathrin Günther (v.l.) vom BIPS erläutern die Ziele der Gesundheitsstudie. (Frank Thomas Koch)

10 000 Bremer haben die Möglichkeit, an der bislang größten Gesundheitsstudie Deutschlands teilzunehmen. Über einen Zeitraum von 20 bis 30 Jahren soll erforscht werden, wie Krebs, Demenz und anderen großen Volkskrankheiten vorgebeugt werden kann.

In diesen Tagen erhalten Hunderte Bremer Post, in der sie gebeten werden, an der bislang größten Gesundheitsstudie Deutschlands teilzunehmen. „Seit April haben wir bereits rund 3000 Frauen und Männer zwischen 20 und 69 Jahren eingeladen, und mehr als Hundert Untersuchungen sind bereits gelaufen“, sagt Wolfgang Ahrens. Er ist Mitglied des wissenschaftlichen Vorstands der Nationalen Kohorte (NAKO), so der offizielle Titel der Studie, und stellvertretender Direktor des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie BIPS. Ziel der Studie ist es, Ursachen, Risikofaktoren und Präventionsprogramme für Volkskrankheiten wie Diabetes, Krebs, Demenz und Herz-Kreislauf-Leiden zu finden. Bundesweit sind dafür 18 Studienorte ausgewählt worden, an denen diese Daten erhoben werden, einer davon ist Bremen mit dem BIPS.

„In den nächsten vier Jahren werden wir 10 000 Frauen und Männer mit Wohnsitz in Bremen zur Untersuchung und zu einer Befragung einladen, deutschlandweit werden es insgesamt 200 000 Studienteilnehmer sein. Das ist einmalig in dieser Größenordnung“, so Ahrens. Einmalig sei vor allem auch, dass die Studie auf eine Beobachtungsphase von 20 bis 30 Jahren angelegt ist: „Wir wollen erforschen, wie sich der Gesundheitsstatus, Risikofaktoren, äußere Einflüsse und Lebensumstände verändern.“ Deshalb würden die Teilnehmer nach vier bis fünf Jahren zu Folgeuntersuchungen eingeladen und danach im zwei- bis dreijährigen Rhythmus gebeten, Fragebögen auszufüllen.

Wer zur Gesundheitsstudie eingeladen wird, entscheidet der Zufall. Auf Basis der Daten aus dem Einwohnermeldeamt wählen die Bremer Forscher Stichproben aus und verschicken ihre Einladungen. „Jeden Monat erhalten 1000 Bremer eine Einladung, am Ende werden wir rund 400 000 Briefe verschickt haben, damit wir auf die erforderliche Zahl kommen“, so Kathrin Günther, die das Bremer NAKO-Studienzentrum leitet.

Doch was kommt auf die Studienteilnehmer überhaupt zu? Sie erhalten einen umfassenden Gesundheitscheck, bei dem unter anderem Blutdruck, Gewicht, Größe, Lungenvolumen sowie Laborwerte aus Blut und Urin ermittelt werden. „Daneben gibt es ein Interview, in dem Fragen zum Lebensstil und zum Krankheitsgeschehen beantwortet werden“, so Günther. Alle Daten werden laut der Studienleiterin anonymisiert, niemand müsse befürchten, dass ein Rückschluss auf die jeweilige Person gezogen werden könnte. Untersuchung und Befragung dauern rund drei Stunden, weshalb individuelle Termine ausgemacht werden. Für den Aufwand gibt es eine Entschädigung in Höhe von zehn Euro.

„Wer teilnimmt, hat aber noch ganz andere Vorteile“, betont Ahrens. „Einen solchen umfassenden Gesundheitsscheck gibt es sonst nirgends. Nach der Untersuchung könnten die Ergebnisse zudem mit einem Studienarzt besprochen werden, und nach vier Wochen erhalten die Teilnehmer einen ärztlichen Kurzbrief mit Labor- ergebnissen und Befunden. Gefördert wird die Gesundheitsstudie vom Bundesforschungsministerium, 14 Bundesländern und der Helmholtz-Gesellschaft.


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...
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