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Jugendprojekt "Köfte Kosher"
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Jugendliche setzen Zeichen gegen rechte Gewalt

Mira Knauf 08.04.2012 0 Kommentare

Der 13 Jahre alte Numan gestaltet das Portrait einer ermordeten Muslimin.
Der 13 Jahre alte Numan gestaltet das Portrait einer ermordeten Muslimin. (Frank Thomas Koch)

Bremen. Junge Muslime und Juden haben sich in der vergangenen Woche mit rechter Gewalt in Deutschland auseinander gesetzt. Im Rahmen des Projekts "Köfte Kosher" beschäftigten sie sich in den Osterferien mit Themen wie Antisemitismus, Rassismus und Muslimenfeindlichkeit. Zum Abschluss der Projekttage gestalteten sie im Viertel eine Gedenkwand.

Im Laufe des Projekts hatten die Kinder die Biografien von Todesopfern rechtsextremer Gewalt kennengelernt. Um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzten, sprühten sie mit Graffiti-Schablonen Portraits der Opfer auf den Trafopavillon an der Humboldtstraße. Der 13-jährige Numann gestaltete das Portrait einer jungen Muslimin, die während eines Gerichtsverfahrens von einem Neo-Nazi erstochen wurde. Er hält Projekte wie diese für wichtig: "Jeder sollte seine Religion so leben können, wie er will", sagt Numann. Er befürchtet, dass noch mehr Menschen Opfer rechtsextremer Gewalt werden, wenn nicht mehr gegen Rassismus unternommen werde.

"Es ist beeindruckend, mit wieviel Ernsthaftigkeit und Respekt die Kinder mit den Geschichten der Opfer umgehen", sagt Irina Drabkina-Sow, Jugendbetreuerin der jüdischen Gemeinde Bremen. Das Bremer Projekt soll Vorreiter sein. "Ziel ist es, ein bundesweites Netz von Gedenkstätten für die Opfer rechter Gewalt zu schaffen", sagt Sasine Ariker vom Team "Köfte Kosher".

Die Todesopfer seien Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen. Aufgrund ihrer Religion, Herkunft oder sexueller Gesinnung seien sie Opfer von Neo-Nazis geworden. Mit dieser Auswahl soll deutlich gemacht werden, dass sich Neo-Nazis ganz unterschiedliche Opfer suchen, sagt Arike. Die gesamten Projekttage haben die Jugendlichen mit Kameras dokumentiert. Später könnte so ein Dokumentarfilm aller Projekte in Deutschland entstehen. Zeigen soll er, wie die Jugendlichen miteinander umgehen und aufeinander zugehen.

Am kommenden Dienstag wird der Gedenkpavillon eingeweiht. Als Redner haben sich unter anderem Bürgerschaftspräsident Christian Weber und Elvira Noa von der jüdischen Gemeinde angemeldet. Zusätzlich wird die Bremer Hip Hop Band "Radical Hype" auftreten.


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Leserkommentare
elfotografo am 22.10.2019 18:55
"Es ist doch ein Märchen, dass man mit einer Loge Geschäftskontakte akquiriert oder pflegt, geschweige denn Geschäfte abschließt."

Haben ...
FloM am 22.10.2019 18:51
@gorgon1:
Abgedroschen ist es den x-ten Kommentar mit undifferenzierten Anschuldigungen zu schreiben.

Die Erkenntnis, daß man Teil ...
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