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A1 nach Hamburg muss saniert werden

Stefan Dammann 20.05.2019 2 Kommentare

Die A 1 bleibt eine Dauerbaustelle.
Die A 1 bleibt eine Dauerbaustelle. (Bernd Kramer)

Für die Autobahn von Bremen nach Hamburg steht ab dem kommenden Jahr die erste Sanierung an. Zwar liegen die Komplettsanierung und der sechsspurige Ausbau gerade einmal sechs Jahre zurück, doch erste Teilstücke sind bereits zehn Jahre alt. Mehr als zehn Jahre hält eine so stark befahrene Piste nach Behördenangaben nicht. Jedenfalls nicht, wenn sie asphaltiert ist.

Die A1 von Hamburg bis Osnabrück bleibt eine Dauerbaustelle, jedenfalls immer irgendwo. Während die Arbeiter bei Stuhr derzeit an der Ochtumbrücke werkeln und diese Baustelle zahllose Staus und Unfälle produziert, denkt das Straßenbauamt Verden schon an die Sanierung in Richtung Hamburg. Zwar betreut die private Gesellschaft A1-Mobil die 66 Kilometer von der Bremer bis zur Hamburger Landesgrenze, doch die Oberaufsicht hat dafür das Straßenbauamt Verden. Behördenleiterin Gisela Schütt sagt: „Wir müssen das nach zehn Jahren nun sukzessiv erneuern.“

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Weite Teile der A1 sind asphaltiert, und zwar mit dem damals noch recht neuen offenporigen Asphalt (Opa), der auch als Flüsterasphalt gilt und überall dort für relative Ruhe sorgen soll, wo es Anwohner gibt. Die gesamten 66 Kilometer nach Hamburg sind in den Jahren 2009 bis 2013 in vier Teilabschnitten saniert und verbreitert worden. Einen genauen Plan für die erneute Sanierung gebe es im Moment zwar noch nicht, aber Auftakt sei im kommenden Jahr, so Schütt. Und es dauere wiederum mehrere Jahre. So schlimm wie bei der Grundsanierung komme es aber nicht, denn die Baufirmen könnten fahrstreifenweise arbeiten. Und es sei keine Grundsanierung, sondern eine Erneuerung der Deckschicht.

Was für den Asphalt gelte, gelte dagegen nicht für Beton, der auch auf weiten Teilen verlegt ist. Schütt: „Der hält mehr als 30 Jahre.“ Zwar könnten einzelne Platten kaputtgehen, doch insgesamt seien diese Abschnitte nicht betroffen. Beton liege überall dort, wo eben keine Anwohner leben.

Achtspuriger Ausbau auf Bremer Gebiet

An größeren Baustellen in und um Bremen ist das dann aber noch nicht alles. Wenn das Thema Ochtumbrücke im kommenden Jahr erledigt ist, wollen sich die Behörden erneut mit den Plänen für einen achtspurigen Ausbau der A1 auf Bremer Gebiet beschäftigen. Marode ist auch die A1-Brücke über die Weser, fest im Plan bereits die ­Sanierung der B75-Brücke zwischen Delmenhorst und Bremen über die Varreler Bäke: Bauzeit zwei Jahre. Und dann kommt in der Ferne die neue A27-Abfahrt Achim-West.

Grundsätzlich hat das Land Niedersachsen mit dem Abschnitt Hamburg-Bremen zunächst nicht viel Glück gehabt. Noch während der Grundsanierung hatte es erhebliche Baumängel bei Posthausen gegeben, dann war eine neue Brücke über die Bahn nur für eine Richtung lieferbar und machte eine Teilsperrung noch weit über das Sanierungsende hinaus notwendig.

Kurz nach Freigabe der gesamten Strecke 2013 war bei Oyten bereits eine Grundsanierung notwendig. Eine kurzzeitige Frostphase hatte dazu geführt, dass das Stück zwischen Bremer Kreuz und Oyten von Schlaglöchern übersät war. Jeweils eine Spur musste die Behörde sperren.

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Noch nicht ausgestanden ist auch eine Auseinandersetzung zwischen der Betreibergesellschaft A1-Mobil und dem Bund. Weil auf der Strecke weniger Lkw unterwegs sind als erwartet und das die Einnahmen des Unternehmens schmälerte, strengte die Firma eine Millionenklage an, die das Landgericht Hannover zunächst abwies. Zuvor hatte die Bundesregierung deutlich gemacht, für diese Einnahmeausfälle nicht aufkommen zu wollen, vor allem weil der Bund im Gegenzug ja auch keine Überschüsse bekommen hätte, wäre mehr Verkehr unterwegs gewesen.

Mit der abgewiesenen Klage aber war A1- Mobil nicht zufrieden. Nun steht das Verfahren vor einer Berufungsverhandlung – wegen 778 Millionen Euro. Mit einer Anhörung ist für den Sommer vor dem Oberlandesgericht in Celle zu rechnen.

Bis es aber auf der A1 mit der neuen Sanierung losgeht, gibt es auch noch einen Lichtblick: In den vergangenen zwei Jahren waren viele Kilometer auf der Strecke nach Hamburg zumindest bei Nässe auf Tempo 80 reduziert worden und damit ein zusätzliches Ärgernis für Autofahrer. Spätestens für den Herbst verspricht Gisela Schütt, dass alle 80-Schilder abgeräumt sind.


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Leserkommentare
thowaei am 23.10.2019 14:25
In KEINEM Land der EU kann man aktuell mit 54 Jahren in Rente gehen. Slowenien ist diesbezüglich der Spitzenreiter mit einem Renteneintrittsalter von ...
gorgon1 am 23.10.2019 14:15
Absolut mein Meinung. !!!
Beste Grüße
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