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Für Stadtteile mit wenig Platz für Autos
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Bremer FDP will neue Tiefgaragen und Parkregale

Pascal Faltermann 19.02.2019 4 Kommentare

Nicht nur in Arhus, sondern auch im schweizerischen Rickenbach bei Wil werden Autos in Regalen gestapelt, damit der Platz im Parkhaus optimal genutzt wird.
Nicht nur in Arhus, sondern auch im schweizerischen Rickenbach bei Wil werden Autos in Regalen gestapelt, damit der Platz im Parkhaus optimal genutzt wird. (Photopress)

Voll automatisierte Parkhäuser, neue Ladestationen für alternative Antriebstechnologien und Tiefgaragen in den Quartieren, in denen der Platz für Autos knapp ist – die Bremer FDP-Fraktion fordert ein zukunftsorientiertes Parkraumkonzept. Einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag hat die Partei eingereicht.

Die Idee: Parken und Parkräume sollen künftig innovativ, nachhaltig und flexibel sein. Ziel ist, den hohen Parkdruck in der Innenstadt und in stark belasteten Stadtteilen zu senken. „Der hohe Druck ergibt sich durch eine verfehlte Politik mit Blick auf die Parkraumbewirtschaftung und die Ausweisung neuer Parkflächen in besonders betroffenen Stadtteilen“, sagt Fraktionschefin Lencke Steiner.

Ein abgestellter Wohnwagen in der Straße Am Deichfleet.
Christian Küchelmann hat diese Form des
Wildes Parken in der Langenstraße.
Fotostrecke: Hier haben Sie in Bremen Falschparker beobachtet

Der Parkraum in Bremen werde künstlich verknappt, immer mehr Parkflächen stehen in Konkurrenz mit anderen Nutzungsoptionen, so Steiner. Dabei lasse sich etwa Parkraum für Car-Sharing sehr gut in ein Parkkonzept integrieren und leiste damit einen weiteren Beitrag für moderne und zukunftsorientierte Mobilität in Bremen. Hinzu kommt aus ihrer Sicht, dass in neuen Planverfahren und Bebauungsplänen auf eine ausreichende Anzahl von Parkplätzen verzichtet wird.

Ein Beispiel, das den Bremer Liberalen vorschwebt, sind vollautomatische Parkhäuser, wie es sie im dänischen Aarhus gibt. Diese bieten sich sehr gut für die Nachverdichtung an, sie entlasten die Fahrer und die Umwelt, sagt Steiner. Zudem könne die vorhandene Fläche besser ausgenutzt werden. „Je nach Modell lassen sich ganze Quartiershubs errichten“, sagt sie. Innovationen in der Parkraumwirtschaft verbunden mit einer intelligenten Verkehrsanbindung seien Treiber für eine moderne Stadtentwicklung und nachhaltige Mobilität und leisteten somit einen Beitrag zum Umweltschutz.

Vernetzung der Parkräume mit dem Verkehrsfluss

In Bremen sei der Parkdruck in vielen Stadtteilen hoch. Hier müssten in einem ersten Ansatz mit den Beiräten und mit unter anderem der Brepark Flächen ermittelt werden, wo Möglichkeiten bestehen und wie diese sich in das Quartiersbild einfügen lassen. „Das Viertel ist ein Quartier, wo der Parkdruck besonders hoch ist, aber eben auch Findorff oder die Neustadt brauchen nachhaltige Parkkonzepte“, sagt Steiner. Besonders das Hulsberg-Viertel würde sich für ein solches Projektquartier anbieten.

Bei der Planung von neuen Stadtteilen und der Umgestaltung von öffentlichen Flächen und Wohnquartieren bieten sich innovative Parklösungen besonders an, ist die FDP-Fraktion überzeugt. So könne zum einen ausreichender Parkraum geschaffen werden, und zum anderen ließen sich Verkehre besser planen und steuern. Der freigewordene Parkraum etwa am Straßenrand könne anderweitig nachhaltig genutzt werden. Es müsse eine Vernetzung der Parkräume mit dem Verkehrsfluss hergestellt werden. Innovative Ansätze bedürften eine gewisse Flexibilität, die E-Mobilität solle berücksichtigt werden.

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Leserkommentare
theface am 18.10.2019 20:54
Das kann so nicht stimmen, sonst wären SPD und Grüne ja nicht mehr in der Landesregierung.
Opferanode am 18.10.2019 20:48
Ich hatte die gleiche Frage. Aber eine vernünftige Antwort würde mir besser gefallen, als so schulmeisterlich daherzukommen, mit der Aufforderung, ...
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