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Bremerhavens „Seute Deern“ wird saniert

Helmut Stapel 19.06.2019 0 Kommentare

Die „Seute Deern“ ist trotz der Schäden am Holzrumpf noch schwimmfähig – auch, weil das eindringende Wasser seit Jahren zurück in den Hafen gepumpt wird.
Die „Seute Deern“ ist trotz der Schäden am Holzrumpf noch schwimmfähig – auch, weil das eindringende Wasser seit Jahren zurück in den Hafen gepumpt wird. (Helmut Stapel)

Der historische Großsegler „Seute Deern“ wird trotz der Brandschäden durch ein Feuer im Februar saniert. Das hat das Deutsche Schifffahrtsmuseum (DSM) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz mitgeteilt. Der hölzerne Dreimaster im Museumshafen wurde im Innenbereich durch die Flammen stark beschädigt und ist seitdem für die Öffentlichkeit gesperrt. Bereits vor dem Schwelbrand wurde die dringend notwendige Sanierung des Schiffes mit Kosten im zweistelligen Millionenbereich diskutiert. Am Freitag, 21. Juni, wird der 100. Geburtstag des Museumsschiffes gefeiert.

„Wir werden eingehend prüfen, wie wir das Schiff sichern, erhalten und künftig weiter im Museumshafen zeigen können“, sagte Lars Kröger, Projektleiter für die Sanierung der „Seute Deern“, bei der Vorstellung der Pläne. Der 76 Meter lange Großsegler soll zentraler Teil des sogenannten Port Centers werden, das den gesamten Museumshafen mit dem Außengelände am Alten Hafen in ein neues Konzept einbezieht. Für die Sanierung und den Erhalt der „Seute Deern“ gibt es schon konkrete Ideen.

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"Sehr gut vorstellbar ist der Bau eines Trockendocks im Alten Hafen, in dem die ,Seute Deern’ von Holzbootsbauern und anderen Experten saniert wird. Aber nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit, sondern als Erlebniswerft mit Zugang für die Museumsbesucher“, erläuterte Kröger. In dem Fall würde der Großsegler nach der Sanierung dauerhaft in dem Dock liegen bleiben. „Holzschiffe werden oft nur 30 Jahre alt. Die ,Seute Deern’ liegt bereits seit einem Jahrhundert im Wasser. Da sind weitere Schäden am Holz zwangsläufig, und das müssen wir für die Zukunft des Schiffes vermeiden“, so Kröger.

1,4 Millionen Euro an Planungsmitteln vom Bund, dem Land Bremen und der Stadt Bremerhaven stehen der Projektgruppe zur Verfügung. Während der nächsten zwei Jahre wollen die Experten nun beraten und festlegen, wie das Schiff am besten erhalten werden kann. „Fest steht, dass wir die ‚Seute Deern‘ aus Gründen der Stabilität nicht aus dem Hafen heben können – aber innerhalb des Alten Hafens bewegen können wir sie schon“, beschrieb Kröger den Zustand des Schiffes.

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Der Schiffsarchäologe ist sich dessen sicher, weil das Museum eine Zusammenarbeit mit dem Studiengang Maritime Technologien an der Hochschule Bremerhaven gestartet hat. Mit einem ferngesteuerten Tauchroboter der Hochschule wurde der Rumpf der „Seute Deern“ in einem ersten Schritt untersucht. Das Ergebnis: „Das Schiff steckt nicht mit dem Kiel im Hafenschlick, wie viele Leute vermuten, sondern schwimmt frei.“ Ein Grund dafür ist auch, dass seit mehreren Jahren das eindringende Wasser aus dem Holzrumpf mit Pumpen zurück ins Hafenbecken transportiert wird.

Die Gesamtkosten für die Sanierung der „Seute Deern“ werden mit rund 32 Millionen veranschlagt. Die Herstellung des Trockendocks im Alten Hafen ist in der Summe enthalten. Die Neugestaltung des gesamten Außengeländes soll weitere zwei Millionen Euro kosten. Bereits im Sommer 2018 hatte der Bund für die Sanierung 17 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Letzter hölzerner Frachtsegler Europas

Die Komplementärmittel in Höhe von weiteren 17 Millionen Euro sollen vom Land Bremen und der Stadt Bremerhaven kommen. Die jetzigen Planungsmittel in Höhe von 1,4 Millionen Euro sind nach Angaben des DSM bereits Teil der Gesamtsumme von 34 Millionen Euro.

„Die ‚Seute Deern‘ liegt seit 1966 hier im Alten Hafen von Bremerhaven, ist der letzte hölzerne Frachtsegler in Europa und steht unter Denkmalschutz. Das Schiff hat zudem eine hohe emotionale Bedeutung als Wahrzeichen für Bremerhaven und gehört zur Gründungsflotte des DSM im Jahr 1975“, sagte der Kaufmännische Direktor des Museums, Konrad Otten. „Diese Investition ist wichtig und richtig.“


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Leserkommentare
heinmueckausbremerhaven am 21.10.2019 20:47
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Bremen99 am 21.10.2019 20:41
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