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Band gastiert am Abend in Bremen
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Bündnis demonstriert gegen Frei.Wild

13.04.2018 36 Kommentare

Etwa 200 Menschen fanden sich auf der Bürgerweide zusammen.
Etwa 200 Menschen fanden sich auf der Bürgerweide zusammen. (Vanessa Ranft)

Unter dem Titel "Kein Bock auf Frei.Wild! Keine Bühne für Rechtsrock und Grauzone!" hat um 17.30 Uhr eine Kundgebung auf der Bremer Bürgerweide begonnen. Die Teilnehmer protestieren gegen den Auftritt der Südtiroler Band Frei.Wild, die an diesem Freitagabend in der Bremer ÖVB-Arena gastiert.

Die Demonstration verläuft derzeit friedlich; etwa 150 Menschen haben sich eingefunden. Verbale Provokationen in Sprechchören in Richtung der Frei.Wild-Fans verhallen größtenteils ohne Reaktion. Bereits gegen 17.30 Uhr standen die ersten Fans in der Schlange vor der ÖVB-Arena. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. 

Das Konzert war bereits seit November ausverkauft, dennoch ist die Band umstritten: Sie wird dem äußeren rechten Spektrum zugeordnet; Kritiker werfen den Musikern teils völkische, teils nationalistische Inhalte vor. 

In Bremen hatten mehrere Gruppen zu einer Demonstration gegen den Auftritt der Südtiroler aufgerufen und sich dafür zu einem Bündnis zusammengeschlossen. Dieses hatte angekündigt, auf Höhe des Bahnhof-Ausgangs friedlich mit Musik und Redebeiträgen zu demonstrieren. Angekündigt waren die Rapperin Haszcara aus Göttingen sowie Lady Lazy und Torkel T aus Berlin.

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"Grauzonen-Bands sind hier nicht willkommen"

Zum Bündnis gegen Frei.Wild gehört unter anderem der Verein Clubverstärker, dem 28 Veranstaltungsorte in Bremen und dem Umland angehören: von Lagerhaus, Schlachthof und Tower über Schwankhalle, Karton und Fehrfeld bis zum Haus am Walde und dem Sendesaal. Aber auch Vertreter der Linksjugend Solid, der Grünen Jugend oder der Interventionistischen Linken, die in Bremen vom Verfassungsschutz beobachtet wird, beteiligen sich daran. Auch Personen des Allgemeinen Studierendenausschuss (Asta) und der linken studentischen Gruppe Kralle wollen mitmachen.

Trotz Regens: Demonstration gegen das Konzert von
Trotz Regens: Demonstration gegen das Konzert von "Frei.Wild" in Bremen. (Vanessa Ranft)

Die Kundgebung ist nach Angaben der Initiatoren angemeldet. "Wir wollen einen Gegenpunkt setzen und zeigen, dass solche Grauzonen-Bands hier nicht willkommen sind", sagt Grünen-Politikerin Kai Wargalla, die den Protest gegen Frei.Wild unterstützt und mit organisiert hat. 

Kritik an Frei.Wild-Songs

"Oft wird argumentiert, dass die Band nicht verboten sei und ihre Songs nicht auf dem Index stünden, aber gesellschaftliche Verantwortung beginnt ja nicht erst dort, wo etwas strafbar ist", sagt Wargalla. "Wir akzeptieren keinen völkischen Nationalismus, keine frauenfeindlichen und antisemitischen Texte, wie sie bei Frei.Wild zu finden sind und finden, die Stadt sollte solchem Gedankengut keine Bühne bieten."

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In Frei.Wild-Songs würden häufig Männerbünde beschworen und der schlechte Einfluss von Frauen auf ihre Partner besungen. Zudem fänden sich subtile antisemitische Klischees. "Da geht es dann auch darum, die Geschichte mal hinter sich zu lassen", sagt Wargalla. "Und die Band setzt sich gleichzeitig immer wieder mit verfolgten Juden gleich, das ist natürlich ein überhaupt nicht zutreffender Vergleich und eine Relativierung des Holocaust."

Das Bremer Bündnis, das die Texte von Frei.Wild kritisiert, hatte im Vorfeld nach eigenen Angaben 1500 Flyer und 600 Plakate drucken lassen. Auch Bierdeckel mit dem Slogan "Kein Bock auf Frei.Wild" wurden produziert und in Kneipen verteilt, die sich gegen die Band positionieren. (paf/ssu/var/ech)

WESER-KURIER berichtet auf Instagram und Facebook

Über das aktuelle Geschehen auf der Bürgerweide berichtet der WESER-KURIER an dieser Stelle und in den sozialen Medien (auf Instagram, Twitter und Facebook). Zudem wird es im Anschluss an die Kundgebung einen Bericht auf weser-kurier.de geben sowie ein Video auf Youtube. Am Samstagmittag folgt dann eine Konzertkritik.

++ Dieser Artikel wurde um 18.38 Uhr aktualisiert. ++


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?
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