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Zweite Umfrage zur Bürgerschaftswahl
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CDU baut Vorsprung vor SPD weiter aus

Moritz Döbler, Maren Beneke und Lisa Boekhoff 16.05.2019 11 Kommentare

Die Umfrage der ARD ist die letzte vor der Bürgerschaftswahl in Bremen am 26. Mai.
Die Umfrage der ARD ist die letzte vor der Bürgerschaftswahl in Bremen am 26. Mai. (Hauke-Christian Dittrich)

Zehn Tage vor der Bürgerschaftswahl liegt die CDU in zwei Umfragen vor der SPD. Laut einer aktuellen Erhebung von In­fratest Dimap im Auftrag der ARD haben die Christdemokraten ihren Vorsprung weiter ausgebaut: Sie landen mit 27 Prozent drei Prozentpunkte vor der SPD mit 24 Prozent. Am Donnerstag hatte das ZDF zuvor ebenfalls Zahlen veröffentlicht. Der Abstand zwischen Schwarz und Rot betrug in dieser Umfrage noch 1,5 Prozentpunkte. Die Differenz liegt jeweils im statistischen Fehlerbereich von bis zu drei Prozentpunkten. Die SPD steuert momentan auf ein neues historisches Tief zu nach ihrem schlechtesten Ergebnis der Nachkriegszeit 2015 mit 32,8 Prozent.

Für die FDP könnte es knapp werden: Die Liberalen kommen laut der Umfrage der ARD auf fünf Prozent und würden den Sprung in die Bürgerschaft damit gerade noch schaffen. Die Grünen wären mit 18 Prozent drittstärkste Kraft im Land. Die Partei hält nicht nur in den beiden jüngsten Umfragen dieses Ergebnis. Schon im Februar lagen die Grünen bei der Sonntagsfrage von Infratest Dimap im Auftrag des WESER-KURIER bei 18 Prozent. Die Linken kommen nach den aktuellen Angaben von ARD und ZDF auf zwölf Prozent. Die AfD würde den Einzug in die Bürgerschaft mit sechs Prozent (ARD) schaffen. Die Forschungsgruppe Wahlen, die die Umfrage im Auftrag des ZDF durchgeführt hat, sieht die AfD bei acht Prozent. Die Bürger in Wut liegen nach den Erhebungen bei drei Prozent.

Die bisher denkbaren Koalitionsmöglichkeiten könnten sich deutlich verringern. Dass die FDP die Fünf-Prozent-Hürde am übernächsten Sonntag unterschreitet, liegt im Bereich der statistisch möglichen Abweichung. Sollte das passieren, wäre ein Jamaika-Bündnis, die Wunschkoalition von CDU-Spitzenkandidat Carsten Meyer-Heder, vom Tisch. Auf Grundlage der neuen Umfragewerte ­hätten nur eine Große Koalition unter Führung der CDU oder Rot-Rot-Grün eine Mehrheit. Ohne die SPD könnte dann trotz ihres neuerlichen Tiefs keine Regierung gebildet werden.

Bürgermeister Carsten Sieling und auch SPD-Landeschefin Sascha Aulepp haben allerdings ausgeschlossen, dass die SPD als Juniorpartner in eine Große Koalition eintritt. Am Wahlabend reklamiert üblicherweise die Partei mit dem stärksten Wahlergebnis den Auftrag für eine Regierungsbildung für sich. Das wäre nach den Zahlen von ARD und ZDF die CDU. Sie müsste in diesem Fall die SPD umstimmen oder am Ende akzeptieren, dass diese mit der Mehrheit der Bürgerschaft eine Regierung ohne sie bildet. Geht es um die Frage, wer Bremens Bürgermeister sein soll, wünschen sich laut ARD-Umfrage 42 Prozent den Amtsinhaber Sieling (SPD). 28 Prozent bevorzugen den Quereinsteiger Meyer-Heder, wenn sie ihn denn direkt wählen könnten.

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Die FDP war 2015 auf 6,6 Prozent der Stimmen gekommen und hat seitdem in Umfragen zwischen sechs und zehn Prozent erzielt. Der aktuelle Wert stellt für sie das schlechteste Ergebnis seit der letzten Wahl dar. Wenn der Abschwung weitergeht und die FDP nicht in die Bürgerschaft einzieht, kommt auch den Grünen nicht die bisher angenommene Schlüsselrolle zu. Die Linke als kleinster Partner einer möglichen rot-rot-grünen Koalition steht im Gegensatz zu SPD und Grünen nun besser als 2015 da. Damals kam sie auf 9,5 Prozent. Die AfD hatte 2016 und 2017 in Umfragen elf Prozent erreicht, diese Zeiten scheinen vorbei zu sein. Die Partei hätte nach diesen Zahlen jedoch anders als bisher den Status einer Fraktion in der Bürgerschaft.

Obwohl das Stimmungsbild in den Umfragen seit Monaten ziemlich unverändert ist, kann der Wahlabend Überraschungen bieten, da viele Wahlberechtigte ihre Entscheidung erst kurzfristig treffen. Entscheidend wird auch die Wahlbeteiligung sein, die vor vier Jahren mit 50,2 Prozent einen Tiefpunkt erreichte.

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Leserkommentare
thowaei am 23.10.2019 14:25
In KEINEM Land der EU kann man aktuell mit 54 Jahren in Rente gehen. Slowenien ist diesbezüglich der Spitzenreiter mit einem Renteneintrittsalter von ...
gorgon1 am 23.10.2019 14:15
Absolut mein Meinung. !!!
Beste Grüße
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