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Wettbewerb "Ideen für Bremen"
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Ein Fahrradadapter als zündende Idee für Bremen

Aljoscha-Marcello Dohme 20.06.2018 1 Kommentar

Iris-Sabine Langstädtler (rechts) gewann
Iris-Sabine Langstädtler (rechts) gewann "Ideen für Bremen". (Kuhaupt)

Das Projekt Freibeik ist der Sieger des diesjährigen Wettbewerbs "Ideen für Bremen". Iris-Sabine Langstädtler überzeugte die Jury mit ihrer Präsentation am Mittwochabend im Schlachthof. Insgesamt zehn Finalisten haben ihre Ideen der Jury vorgestellt, die aus mehreren Vertretern der Bremer Wirtschaft bestand. "Bei der Vergabe des Jury-Preises war uns sehr wichtig, dass die Idee Bremen hilft und einen Stern über der Stadt erleuchten lässt", sagte Andreas Hoetzel, Mitglied der Jury. Den zweiten Platz teilen sich die Bremer Stadtfabrikanten und das Projekt Cup2Date.

"Bremen ist keine graue Maus", betonte Hoetzel. Den Preis habe man initiiert, damit jeder in der Stadt wisse, wie viel Kreativität in ihr stecke und welches Potenzial Bremen habe. Deshalb habe der Verein "Unternehmen für Bremen" insgesamt 50 000 Euro bereitgestellt, um diese Ideen zu fördern. 20 000 Euro wurden bereits Anfang des Monats an die drei Projekte vergeben, die die größte finanzielle Unterstützung über ein sogenanntes "Crowdfunding" bekommen haben. Etwa 3000 Menschen haben die Projekte des Wettbewerbs mit fast 90 000 Euro finanziert. "Herzlichen Dank an die Crowd, die etwas zum Geld der Jury dazu gegeben hat", sagte Hoetzel.

Hinter dem Gewinnerprojekt Freibeik verbirgt sich ein Adapter, der unter einen Fahrradsattel befestigt werden kann und damit das Fahrradfahren bequemer machen soll. Mit Hilfe des Adapters bewegt sich der Sattel beim Fahren kontrolliert in jede Richtung mit und ermöglicht so eine "freie, gefederte Hüftbewegung". Für diese Idee bekam die Initiatorin ein Preisgeld in Höhe von 6000 Euro.

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Die Zweitplatzierten wurden mit jeweils 3500 Euro prämiert. Die Bremer Stadtfabrikanten sind ein Verein, der etwa 30 Marken aus der Hansestadt repräsentiert. Die Initiatoren des Projektes Cup2Date haben ein Mehrwegsystem für Coffee-to-go-Becher entwickelt. Die restlichen Preisgelder werden auf die übrigen Finalisten so verteilt, dass auch sie genügend finanzielle Mittel zur Verfügung haben, um ihre Projekte realisieren zu können.

Jedes Team musste seine Idee am Mittwochabend in nur drei Minuten auf der Bühne präsentieren und damit die Jury überzeugen. Dabei betonten viele der Teilnehmer ihre Verbundenheit zu Bremen und brachten diese auch mit einem Poetry Slam oder in Liedform zum Ausdruck.

Zu den Gästen des Abends zählte auch Dirk Meißner, der bei der ersten Auflage des Wettbewerbs 2016 ausgezeichnet wurde. Damals bekam er den Preis für sein Projekt Bre-Men, einer neuen Geschichte für die Hansestadt. Für die diesjährigen Teilnehmer hatte der Unternehmer einige Tipps: "Ihr braucht einen langen Atem. Wir sind gerade dabei, unser Projekt umzusetzen", sagte Meißner. Das Geld, das es bei dem Wettbewerb gibt, sei lediglich eine Anschubfinanzierung. Für ihn sei es deshalb von großer Bedeutung gewesen, von dem Erfahrungsschatz der beteiligten Firmen profitieren zu können.

Insgesamt 62 Einzelpersonen und Kollektive haben sich in diesem Jahr für den Wettbewerb beworben. Die Hälfte davon erwiesen sich als realisierbar und haben an "Ideen für Bremen" teilgenommen. Neben den zehn Finalisten werden drei weitere Projekte umgesetzt. Sie haben durch das Crowdfunding genügend Geld zusammenbekommen, um ihre Idee zu verwirklichen.


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Leserkommentare
suziwolf am 22.10.2019 13:29
@Wesersteel ...

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Oder Vorhandene mit Rammschutz ausrüsten ?
Bremen-Fan am 22.10.2019 13:25
Was ist "mangelnde soziale Kompetenzen"? Oder wollte @daa2011 einfach ein Schlagwort benutzen, um Bremer Eltern schlecht zu reden, die ihre Kinder in ...
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