Wetter: Nebel, 11 bis 16 °C
10.000 Quadratmeter groß
Der Artikel wurde zur Merkliste hinzugefügt.
Die Merkliste finden Sie oben links auf der Seite.

Ein neuer Indoorspielplatz für Bremen

Kim Torster 07.02.2019 2 Kommentare

Das Fundament steht bereits – auf dem Gelände Lloydstraße, Ecke Löwenhof entsteht ein neuer Indoorspielplatz.
Das Fundament steht bereits – auf dem Gelände Lloydstraße, Ecke Löwenhof entsteht ein neuer Indoorspielplatz. (Frank Thomas Koch)

Auf dem Gelände des Kaffee-Quartiers in der Überseestadt haben die Bauarbeiten bereits begonnen. Bis September soll hier der bisher größte Indoorspielplatz der Stadt entstehen: Leos Abenteuerpark wird nach Angaben des Unternehmens etwa 10 000 Quadratmeter Fläche umfassen – das ist drei mal so viel wie bei bisherigen Indoorspielplätzen in und um Bremen. Fünf Millionen Euro will Leo's Lekland (zu deutsch: Leos Spielland) dafür investieren. 30 Arbeitsplätze sollen entstehen.

Derzeit gibt es in Bremen zwei große Indoorspielplätze für Kinder:die Spiel Coolisse im Weserpark und die Kiddo Erlebniswelt. Bei sind in Osterholz. Seit September hat zudem das Jump House bei der Waterfront geöffnet. Das sogenannte Freizeitzentrum bietet vor allem eine Auswahl unterschiedlicher Trampoline. Weitere Indoorspielplätze sind unter anderem in Rotenburg, Oldenburg und Stuhr.

Kinder bewegen sich zu wenig

Das Center in Bremen soll laut Leo's-Gründer Joakim Gunler den Auftakt für eine Expansion nach Deutschland machen. Für neun weitere Städte in Deutschland sind Leos Abenteuerparks geplant. Drei Jahre lang habe das Unternehmen darüber diskutiert, in welchem Land außerhalb Skandinaviens es als nächstes eröffnen wolle. Stabile Strukturen und eine sichere Umgebung seien dafür wichtige Voraussetzungen gewesen. „Wir wollen nicht nach ein paar Jahren wieder schließen müssen, sondern lange bleiben“, sagte Gunler dem WESER-KURIER.

In Bremen habe man schließlich „die perfekte Location“ gefunden: das Gelände ist nahe am Zentrum und dort ist Platz für einen Neubau. „Es ist für uns leichter einen Neubau nach unseren Vorstellungen zu errichten, als ein bestehendes Haus umzubauen“, sagte Gunler. Zudem habe er nach einer nördlich gelegenen Stadt gesucht, die nicht zu klein und nicht zu groß sei. Langfristig suche man auch nach geeigneten Geländen in Hamburg oder Berlin, aber für den Anfang sei Bremen besser geeignet, so der Firmenchef.

Als Gunler 2006 das Unternehmen Leo's Lekland gegründet hat, sei gerade viel darüber diskutiert worden, dass Kinder sich zu wenig bewegen, weil sie zu viel Zeit vor dem Fernseher oder dem Computer verbringen. Für seine eigenen Kinder habe er deshalb nach einem Indoorspielplatz gesucht, der sauber, sicher und abwechslungsreich ist.

Mehr zum Thema
Übergewicht bei Kindern: Jedes zehnte Kind in Bremen ist zu dick
Übergewicht bei Kindern
Jedes zehnte Kind in Bremen ist zu dick

Der Anteil übergewichtiger Mädchen und Jungen im Grundschulalter steigt seit Jahren. Dickmacher ...

 mehr »

„Ich habe aber nichts gefunden, was meinen Vorstellungen entsprach“, so Gunler. Also entwarf er ein eigenes Konzept. Mittlerweile betreibt das schwedische Unternehmen 47 Anlagen in Schweden, Norwegen, Dänemark und Finnland und ist damit Nordeuropas größte Kette für Indoorspielplätze. Von den bestehenden Indoorspielplätzen in Bremen und im Bremer Umland möchte sich Leos Abenteuerland nicht nur durch seine Größe abgrenzen. „Unsere Abenteuerparks sind so aufgebaut, dass man bei jedem Besuch etwas Neues entdecken kann“, sagte Gunler. Abwechslungsreichtum sei dabei sehr wichtig.

Ein Image-Film auf der Homepage des Unternehmens zeigt, wie es auch im Abenteuerpark in Bremen einmal aussehen könnte: Das Thema der Anlagen ist eine exotische Tier- und Pflanzenwelt. Tiger, Giraffen und Palmen aus Schaumstoff zieren die Spielgeräte. Maskottchen und Namensgeber des Unternehmens ist Leo, ein freundlicher Löwe. Das Video zeigt Kinder auf Trampolinen, bei Parcours und Hindernisläufen, beim Rutschen, Fußball-, Handball- und Basketballspielen. Durchschnittlich lege ein Kind, das sich drei Stunden in dem Abenteuerpark aufhält, sieben Kilometer zurück, wird in dem Video erklärt. Dann schwenkt die Kamera in Zeitlupe durch aufwendig und unterschiedlich gestaltete Partyräume. Hier sollen Kinder ihren Geburtstag feiern können.

Sicherheit ist ein wichtiges Thema

Das Konzept sei für alle Anlagen das gleiche – auch wenn jedes Center seine Besonderheiten habe. „Jedes neue Leo's ist immer ein bisschen besser als die vorherigen“, so Gunler. Für Bremen sei beispielsweise eine besonders große „Krokodilrutsche“ geplant. Zudem sollen die verschiedenen Bereiche für Aufsichtspersonen, wie Eltern oder Großeltern, barrierefrei zugänglich sein.

Seit Oktober 2019 gibt es in Bremen auch einen Indoorspielplatz in Bremen, der Nahe dem Zentrum gelegen ist. In Leo's Abenteuerland kann auf mehr als 8000 Quadratmetern getobt werden.
Kinder können hier auf zwei Ebenen Trampolin springen, rutschen und sich im Wettlauf oder beim Fußball messen. Der WESER-KURIER hat den Park zur Eröffnung gestestet. Erreichbar ist Leo's Abenteuerpark mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Mit den Linien 2, 3 und 25 können Besucher beispielsweise bis zur Lloydstraße, zur Eduard-Schopf-Allee oder bis Doventor fahren. Auch kostenlose Parkplätze stehen zur Verfügung.
Der Klettervulkan und das Kletterlabyrinth sind die größten Attraktionen in der Kiddo Erlebniswelt in Bremen-Osterholz. Darüber hinaus können Kinder sich hier auf verschiedenen Trampolinen austoben oder mit Elektro-Karts um die Wette sausen. 
Fotostrecke: Diese Indoor-Spielplätze gibt es in Bremen und umzu

In der Vergangenheit wurde immer wieder über die Sicherheitsstandards bei Indoorspielplätzen diskutiert. So kam es wiederholt zu schweren Unfällen, zuletzt im August 2018 in einem Indoorspielplatz in Bayern. Wie der Verband der Hallen- und Indoorspielplätze angibt, werden Indoorspielplätze in Deutschland nach der Eröffnung meist nicht mehr von den Behörden geprüft oder überwacht. Die Einhaltung aller Sicherheitsregeln und Din-Vorschriften liege dann alleine in der Verantwortung der Betreiber. Ein weiteres Problem bestehe zudem darin, dass die vorhandenen Din-Vorschriften nicht für Indoorspielplätze konzipiert seien und daher nicht alle Anlagen und Geräte berücksichtigen, so der Verband.

Hohe Qualität, höhere Preise

Joakim Gunler sagte, für ihn sei Sicherheit ein wichtiges Thema. Seit acht Jahren arbeite er deshalb mit einer Firma zusammen, die die regelmäßigen Prüfungen der Anlagen durchführe. Demnach kontrolliere Leo's Lekland die Anlagen auch täglich selbst, einmal im Jahr gebe es zudem eine große Inspektion. Außerdem, so Gunler, verzichte er ganz darauf seine Spielgeräte in Asien einzukaufen und investiere lediglich in Geräte, die in Europa hergestellt werden. Hier sei die Qualität besser, so Gunler. 

Ins Moks-Theater gehen 
Das Moks ist die Kinder- und Jugendtheatersparte am Theater Bremen mit eigener Spielstätte hinterm Theater am Goetheplatz. Sein vierköpfiges Ensemble bringt immer wieder neue Inszenierungen für Kinder ab sechs Jahren und Jugendliche auf die Bühne. Für Schulklassen ist der Besuch einer Vormittagsvorführung kostenlos. Das ist bundesweit einmalig.
Goetheplatz 1, 28203 Bremen
Mit dem Baby ins Hamam
Kuschelige Temperaturen zum Wohlfühlen – im Babyhamam entdecken Babys die Freude am Nackigsein. Für die (müden) Mütter hält es Peelings, wohlige Wärme und Raum zum Entspannen bereit. Eintritt nur für Frauen. Dienstags und donnerstags 9 bis 11 Uhr (nicht in den Sommermonaten).
Badehaus, Bahnhofstraße 12, 28195 Bremen
Paddeln im Stehen
Stand-up-Paddling, kurz SUP, ist eine Trendsportart in Bremen. Und: Man lernt dabei die Bremer Seen bestens kennen. Bremer Natur mit Sport verbinden, ist klasse. Kinder ab acht Jahren dürfen auf die Bretter, sogar Kindergeburtstage können gebucht werden. Kinder müssen das Schwimmabzeichen in Bronze haben. Einsteigerkurse sind über verschiedene Anbieter möglich.
Auf dem Robinsöhnchen 
Der Spielplatz „Robinsöhnchen“ an den Wallanlagen gegenüber dem Theater am Goetheplatz bietet Hanglagen, viel Sand und schattige Plätze, eine Seilbahn und einen Traktor, auf dem man herumklettern kann. Mit Wickelraum und Toilette sowie vielen Ecken zum Versteckspielen. Eine Übersicht über weitere Spielplätze in Bremen finden Sie hier. 
Fotostrecke: 50 Dinge, die man in Bremen mit Kindern machen kann

In Bremen können Kinder derzeit für vier bis neun Euro Indoorspielplätze besuchen. Erwachsene zahlen etwa vier Euro. Leos Abenteuerland könnte laut Gunler hingegen um einiges teurer werden. Die genauen Eintrittspreise stünden aber noch nicht fest. Dafür bekämen die Besucher einen sauberen, sicheren und abwechslungsreichen Indoorspielplatz. Der Eintritt für Erwachsene soll zudem kostenfrei sein.


Ihr Wetter in Bremen
Temperatur: 16 °C / 11 °C
Vormittag:
/__wetterkontor/images/wr/50/Nebel.png
Nachmittag:
/__wetterkontor/images/wr/50/bedeckt.png
  Regenwahrscheinlichkeit: 40 %
Berichte aus den Bremer Stadtteilen
Sehen Sie in dieser Bildgalerie, wie facettenreich Bremens Stadtteile sind.
Was ist los in meiner Nachbarschaft? Welche Veranstaltungen finden in meinem Ortsteil statt und welche Debatten führen die Beiräte auf Stadtteilebene? Hier geht es zu den Inhalten des STADTTEIL-KURIER.
Entdecken Sie das historische Bremen
... die Teerhofinsel zu sehen.

Ob Bahnhof, Marktplatz, Weserstadion oder Schlachte: Das Bremer Stadtbild hat sich im Laufe der Zeit erheblich verändert. Wir berichten über vergessene Bauten, alte Geschichten und historische Ereignisse.

Leserkommentare
alanya_fuchs am 23.10.2019 07:54
Scheint, ich habe etwas überlesen.
alanya_fuchs am 23.10.2019 07:35
Raten Sie mal, wieviele Geschäftspartner, Ein- und Verkäufer sich beim 6-Tagerennen treffen.
Sporttabellen & Ergebnisse
Sporttabellen & Ergebnisse

Welcher Verein wann in Bremen oder der Region spielt und wie die Begegnung ausgegangen ist, erfahren Sie in unserem Tabellenbereich. Auch die Ergebnisse der Spiele der höheren Ligen finden Sie dort.

Aktueller Mittagstisch in Bremen
Traueranzeigen
job4u - Das Ausbildungsportal
job4u - Das Ausbildungsportal

job4u ist die regionale Plattform, wenn es um Lehren und Lernen geht. Neben dem WESER-KURIER, der Handelskammer und der Handwerkskammer Bremen machen sich hiesige Firmen für junge Leute stark. 

Sonderthemen aus den Stadtteilen
Sonderthemen aus den Stadtteilen
Anzeige