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Gesundheit und Armut
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Gesundheit in armen Quartieren

Sabine Doll 06.12.2018 1 Kommentar

Nima Pirooznia, gesundheitspolitischer Sprecher der Grünen in Bremen.
Nima Pirooznia, gesundheitspolitischer Sprecher der Grünen in Bremen. (FR)

Bremen. In Bremen und Bremerhaven sollen künftig feste Gesundheitskonferenzen eingerichtet werden. Außerdem sollen die Gesundheitsämter der beiden Städte jährlich einen Bericht zur Gesundheitslage in den Quartieren vorlegen. Die Grünen haben dazu einen Gesetzentwurf beschlossen, der nun beim Koalitionspartner SPD liegt. Ziel sei es, die Gesundheit der Bevölkerung vor allem in ärmeren Stadtteilen zu verbessern. „Damit greifen wir eine zentrale Forderung der Bremer Armutskonferenz auf und setzen sie um“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion, Nima Pirooznia. Die Armutskonferenz habe die Politik im Frühjahr dazu aufgefordert, ein Bremer Bündnis für ein gesundes Leben zu initiieren.

In anderen Bundesländern wie Hamburg, Hessen oder Nordrhein-Westfalen gebe es solche Gesundheitskonferenzen bereits. Neben der Politik sollen auch Träger von Gesundheitseinrichtungen, Quartiersinitiativen und Selbsthilfegruppen in dem Gremium und seinen Arbeitsgruppen vertreten sein. Sie sollen Projekte in den Stadtteilen anstoßen. Vorstellbar seien etwa Gesundheitszentren in ärmeren Quartieren, betont Pirooznia.

Die Grünen fordern mit dem Entwurf außerdem jährliche Gesundheitsberichte, die von den Gesundheitsämtern erstellt werden sollen. „Das ist wichtig, damit wir realistische Daten und Analysen der Gesundheitslage erhalten, um auf dieser Grundlage konkrete politische Handlungsschritte abzuleiten“, so der gesundheitspolitische Sprecher. An den Ämtern sollen zudem Geschäftsstellen für die Gesundheitskonferenz und ihre Arbeitsgruppen eingerichtet werden.

Im April 2016 hatte der Senat Zahlen zur Lebenserwartung im Stadtteilvergleich geliefert, Anlass war eine Anfrage zum Thema „Gesundheit in Bremens Armutsquartieren“. Ein Ergebnis: Wer in Gröpelingen lebt, stirbt im Schnitt sieben Jahre früher als Menschen in Schwachhausen. Ein weiterer Befund: Die Säuglingssterblichkeit ist in sozial schwachen Ortsteilen teils erheblich höher.


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Leserkommentare
theface am 18.10.2019 20:54
Das kann so nicht stimmen, sonst wären SPD und Grüne ja nicht mehr in der Landesregierung.
Opferanode am 18.10.2019 20:48
Ich hatte die gleiche Frage. Aber eine vernünftige Antwort würde mir besser gefallen, als so schulmeisterlich daherzukommen, mit der Aufforderung, ...
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