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Ausstellung in der Städtischen Galerie
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Gewinnerin des Bremer Fotomarathons steht fest

Nina Willborn 20.10.2018 0 Kommentare

Ulrike Marks vor ihrer Foto-Serie (obere Reihe), die die Jury am meisten überzeugte.
Ulrike Marks vor ihrer Foto-Serie (obere Reihe), die die Jury am meisten überzeugte. (Christina Kuhaupt)

Ulrike Marks lag ganz schön daneben mit ihrer Einschätzung. „Gewonnen habe ich nicht“, das antwortete sie jedem, der wissen wollte, wie es ihr denn so ergangen sei beim Bremer Fotomarathon. Am 31. August war sie eine von rund 200 Fotografinnen und Fotografen, die auf der Suche nach den neun besten Motiven zum Motto „Per Kamera durch die Galaxis“ rund neun Stunden in Bremen unterwegs waren.

Gewonnen hat Ulrike Marks am Ende nämlich doch, und damit geht der Sieg des Fotomarathons nach Oldenburg. Ihre neun Motive lobte die Jury aus Foto- und Kunstfachleuten, darunter Ingmar Lähnemann, Kurator der Städtischen Galerie im Buntentorsteinweg als „starke Einzelmotive“ und „Street-Photography in Reinform“. Sie habe ihre Fotos mehr gefunden als gesucht und Alltägliches mit Witz und Gefühl in Szene gesetzt, heißt es in der Begründung der Experten.

"Das war eine spontane Entscheidung"

„Ich habe einfach das Thema nicht wortwörtlich genommen und nicht nur nach Weltall-Motiven gesucht“, so erklärt die 42-Jährige ihren Ansatz. Fotografieren ist für die Erzieherin ein Hobby, aber daraus einen ganzen Marathon zu machen war neu für sie. „Ich habe mich nicht mal eine Woche vorher angemeldet. Das war eine spontane Entscheidung, weil eine Bremer Freundin von mir auch mitgemacht hat“, erzählt die Siegerin.

Vorgegeben war die Reihenfolge der Motive zu Stichworten wie „Erster Kontakt“, „Lichtgeschwindigkeit“, „Unendliche Weiten“ oder „Supernova“, das gehört zu den Regeln des Fotomaratons. Und auch bei der vierten Auflage mussten sich die Teilnehmer in vorgegebenen Zeitfenstern an den drei Sammelpunkten Markthalle 8, Tofazz Bio- und Jazzladen und dem Planetarium melden, um dort jeweils die Aufträge für die nächsten drei Motive zu erhalten.

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Vor allem am Anfang habe sie geschwitzt, erinnert sich Ulrike Marks. „Die ersten drei Bilder habe ich erst in den letzten Minuten des Zeitfensters gemacht.“ Aufs erste Foto wollte sie unbedingt ihre Startnummer 117 bannen. „Aber alle Straßen, in denen ich da unterwegs war, hatten ausgerechnet diese Hausnummer nicht.“ Also schrieb sie sie letztendlich mit der Hand auf.

„Danach habe ich mir gedacht, ach, jetzt ist es auch egal. Und dann kamen die Bilder einfach so.“ Und es werden weitere folgen, denn als Preis darf Marks vier Tage lang einen Fotografie-Kurs in Edinburgh besuchen. „Der Tag ist wirklich anstrengend, aber danach ist man glücklich, dabei gewesen zu sein.“ So beschreibt Ulrich Graf-Nottrodt, der den Fotomarathon zusammen mit Steffi Urban, Annica Müllenberg und Kerstin Graf organisiert, einen typischen Fotomarathon.

Zum ersten Mal unter den Besten

Mal künstlerisch schwarz-weiß, mal bunt, mal mit Hilfsmitteln wie kleinen Figuren oder ohne: Die Bandbreite der Serien-Aufnahmen ist groß. Wiederkehrende Motive wie der Mercedesstern, Werderlogos und Schiffe gibt es natürlich, aber auch Abstraktes. Die Viertplatzierte Nicole Janßen zum Beispiel setzte ausschließlich auf Lebensmittel-Motive. „Wir haben viele gute Einzelbilder dabei, aber es ist schwierig, das Niveau dann die ganze Serie über durchzuhalten“, sagt Steffi Urban.

Durchgehalten hat Sarah Rugen bislang jeden Bremer Fotomarathon. Jetzt war sie zum ersten Mal unter den Besten, ihre Serie setzte die Jury auf Platz 7. „Ich freue mich sehr, dass ich jetzt zum ersten Mal etwas gewonnen habe“, sagt die Ingenieurin. „Ich fand das Thema einfacher als im vergangenen Jahr, und ich habe es dieses Mal ruhiger angehen lassen.“

Zu sehen sind die Fotos aller 175 „Foto-Finisher“ am Sonntag zwischen 11 und 17 Uhr in der Städtischen Galerie, Buntentorsteinweg 112. Der Eintritt ist frei. Und der Termin für den nächsten Bremer Fotomarathon steht auch fest: Am 7. September geht die Jagd nach den besten Motiven wieder los.

Dieses Foto hat unsere Leserin Melanie J. Ahrens in Grohn aufgenommen.
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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?
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