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Von Bierbrauen in Bremen und Reisefieber
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Im Kurzporträt: Bremer Bloggerin Schädelmädel

Vanessa Ranft 03.10.2018 0 Kommentare

Hopfenzupfen auf dem Balkon: Im Jahr 2014 hat Ingrid Krause angefangen die Pflanze anzubauen, ihr Blog gründete sie drei Jahre später.
Hopfenzupfen auf dem Balkon: Im Jahr 2014 hat Ingrid Krause angefangen die Pflanze anzubauen, ihr Blog gründete sie drei Jahre später. (Ingrid Krause/ schaedelmaedel.de)

Gesches Lächeln, Die Lucie, Dicker Esel: Welche Biere Ingrid Krause und ihr Freund Olaf in ihrer Küche brauen, zeigt sie auf ihrem Blog "Schädelmädel". Darum bezeichnet Krause ihr Blog auch gerne als Nachschlagewerk. "Hier finde ich jedes Bier wieder, was wir gemacht haben", sagt sie. Ein fremdes Rezept nachgebraut? Das hätten sie und Olaf noch nie. "Was wir brauen, ist alles Fantasie, spontane Gedanken." Einige Rezepte seien auch in Erinnerung an eine Reise entstanden. Sie überlegten gemeinsam, wie das Bier sein solle: Leicht? Sämig? Süß? Herb? "Und dann gucken wir, welche Zutaten passen könnten. Wir haben noch nichts in den Ausguss gegossen", sagt Krause. Bisher sei immer alles trinkbar gewesen.

Lager
Der Name leitet sich von der Zubereitung ab. Denn untergärige Biere werden bei kühlen Temperaturen gebraut und gelagert. Im Mittelalter gelang dies nur bei kühlen Außentemperaturen. Damit aber auch im Sommer der Bierdurst befriedigt werden konnte, wurde das Bier in Felsstollen eingelagert. Im 19. Jahrhundert differenzierten sich die untergärigen Bierstile aus - es entstanden sowohl Helles als auch Pils. 
 Helles
Das Helle ist vor allem im Süden Deutschlands beliebt. Es ist ein malziges Bier, das weniger hopfenbetont und damit nicht so bitter ist wie ein Pils. Weil es meist gefiltert ist, hat es eine hellgelbe Farbe, die dem Bier seinen Namen gibt. Das Helle wird untergärig gebraut.
Pils
Entstanden ist das Pils im böhmischen Pilsen, das heute in der Tschechischen Republik liegt. 1842 wurde das erste Bier Pilsener Brauart ausgeschenkt. Pils ist ein untergäriges Bier, bei dem sich die Hefe am Boden des Suds absetzt. Es ist länger haltbar als obergäriges Bier. Helles statt dunkles Malz und die goldgelbe Farbe mit dem starken Aromahopfen sorgen für den Geschmack. Pils ist heute die in Deutschland unangefochten beliebteste Biervariante.
Export
Exportbier wiederum ist Lagerbier, das hopfenhaltiger ist und stärker eingebraut wurde, um lange Transportwege zu überstehen, weil es exportiert wurde.
Fotostrecke: Die beliebtesten Bier-Sorten - und worin sie sich unterscheiden

Als das Paar im Jahr 2014 mit dem Brau-Abenteuer begann, improvisierte es viel, durchbohrte unter anderem die Wand einer alten Kühlbox, um sie mit einem Schlauch zu versehen und als Läuterbottich zu nutzen. Heute ist das Paar in Edelstahl ausgerüstet, hat sich sogar eine kleine Brau- und Experimentierküche eingerichtet. Dort brauen sie, füllen die Flaschen ab und etikettieren diese. Zu kaufen gibt es das "Möckernbräu" aber nicht. "Es ist beim Zoll angemeldet, aber wir haben kein Gewerbe", sagt Ingrid Krause. Daher trinken sie es nur selbst oder mit Freunden.

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Das selbstgebraute Bier ist es, was am meisten Raum auf Krauses Blog einnimmt. Aber auch Reisen, Küchen-Experimente und ihre Heimat Bremen macht sie zum Thema. Neustadt, Buntentor – da ist sie zu Hause. Dort steht auch ihr Haus, das von vielen Kindern aus der Nachbarschaft Piratenhaus genannt wird, weil die Häuserwand ein Totenkopf ziert. "Den hat Olaf für mich entworfen und gemalt", sagt sie. Sie sei Metal-Fan, liebe einfach Totenköpfe, daher auch das Logo des Bieres, ein Schädel mit gekreuzten Knochen, und der Name des Blogs.

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Sechs Stunden in der Woche nimmt das Blog in Anspruch, vom Fotografieren, über das Formulieren bis hin zum Kontakt mit den Lesern. "Ich könnte noch mehr Social Media machen", sagt Krause, die im Frühjahr 2017 als Schädelmädel online gegangen ist. "Aber dafür reicht die Zeit häufig neben der Arbeit nicht." Über ihren Job bei der Touristikzentrale hat die 45-Jährige übrigens auch den Spaß am Bloggen entdeckt. Denn Geld verdienen tut sie mit ihrer Webseite nicht und auch Kooperationen hat sie keine. "Aber wer weiß, was folgt", sagt Ingrid Krause.

Einträge, die für ihr Blog stehen:

  • Ale, Afrika und viel Arbeit - über einen Besuch bei ihrer Zwillingsschwester in Afrika, ihr erstes selbstgebrautes Bier und ihre Teilnahme als einzige Frau beim Heimbrauer-Wettbewerb der Union-Brauerei 
  • Zu Fuß über die Alpen - Krauses bislang erfolgreichster Eintrag, auf den sie noch heute Reaktionen bekommt
Wortkonfetti
Als es Sandra Lachmann vor rund neun Jahren nach Bremen verschlug, wusste sie nur wenig über ihre neue Heimat, und auch eine Suche im Internet machte die 37-Jährige nicht wirklich schlauer: Sie fand dort keine Lokale, die nicht in Reiseführern gelistet waren, und auch die besonderen Orte, die sich von anderen abheben, konnte sie dort nicht ausfindig machen.
Daraufhin gründete sie 2009 ihren Blog Wortkonfetti, auf dem sie Bremen so zeigt, wie Einheimische es erleben. Seit sie ihren Lütten hat, wie sie ihren Sohn liebevoll nennt, stehen auf ihrem Blog vor allem auch Orte im Fokus, die Eltern mit ihren Kindern erkunden können - von Hamam über Breminale bis Kunsthalle.
Kistengrün
Kartoffeln, Kapuzinerkresse, Salat, Bohnen, Tomaten - all das wächst auf dem Balkon von Melanie Öhlenbach, dabei ist er nur knapp sechs Quadratmeter groß. Wie sie das macht, welche Gemüsesorten sich auch auf engem Raum mitten in der Stadt anbauen lassen und was sich aus der Ernte alles zubereiten lässt, zeigt sie auf ihrem Blog Kistengrün.
Dort dreht sich alles um grüne Themen: vom Samen-Ziehen und Anpflanzen über Reise- und Ausflugsberichte bis hin zu Buchtipps. Und nicht nur ihr Gartenwissen gibt sie gerne an andere weiter, sondern auch ihr Know-how über Blogs:
Fotostrecke: Diese Blogs aus Bremen sollten Sie kennen

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Leserkommentare
peteris am 21.10.2019 12:30
Vielleicht wissen wir am 1.11. um 11:11h mehr.


Sie meinen sicher den 11.11. um 11:11h?
suziwolf am 21.10.2019 12:19
Und dann ... @kretschmar -
[auch wieder] eine gemeinsame Währung -

Das britische £ - Sterling -
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